Als Förderbank wird umgangssprachlich ein spezialisierter Geschäftszweig der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezeichnet, der seinen Fokus auf die Unterstützung von Privathaushalten richtet. Die wesentlichen Aktivitäten umfassen die Vergabe von Darlehen für die Immobilienfinanzierung, Bildungskredite sowie Mittel für ökologische Projekte. Da sich das Institut zu 80 Prozent im Besitz des Bundes und zu 20 Prozent im Besitz der Länder befindet, erfüllt es einen klaren öffentlichen Auftrag zur Förderung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Geschichtlich ist die Förderbank aus der Nachkriegszeit hervorgegangen, als sie von den Besatzungsmächten initiiert wurde, um den Wiederaufbau Deutschlands durch gezielte Kapitalbereitstellung zu beschleunigen.

Das Wohneigentumsprogramm und seine Konditionen

Ein zentrales Instrument für private Bauherren ist das Wohneigentumsprogramm, welches die Finanzierung von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten eines Gebäudes ermöglicht. Ein besonderer Vorteil dieses Programms ist die Möglichkeit der nachrangigen Absicherung im Grundbuch, ohne dass hierfür die am Markt üblichen Zinsaufschläge anfallen. Die Darlehen sind durch eine hohe Flexibilität gekennzeichnet, die Laufzeiten von bis zu 35 Jahren sowie bis zu fünf tilgungsfreie Anlaufjahre vorsieht. Die Zinssätze werden regelmäßig an das aktuelle Marktumfeld angepasst und orientieren sich am Durchschnitt der Kreditmärkte. Die Abwicklung erfolgt nach dem bewährten Hausbankprinzip, bei dem die Beantragung und Auszahlung über reguläre Banken und Sparkassen als Vertriebspartner der Förderbank durchgeführt werden.

Förderung von Energieeffizienz und Klimaschutz

Über die allgemeine Wohneigentumsförderung hinaus bietet die Förderbank spezielle Programme für energieeffiziente Bauweisen an. In den Energiesparhaus-Programmen werden gezielt Gebäude finanziert, die strenge Kriterien hinsichtlich des Primärenergiebedarfs und des Transmissionswärmeverlustes erfüllen. Diese Kredite sind durch Mittel aus dem Bundeshaushalt zinsvergünstigt und dienen als politisch gewollter Anreiz, um ökologische Standards im Wohnungsbau flächendeckend zu etablieren. Ziel des Gesetzgebers ist es dabei, sowohl die Wohneigentumsquote in der Bevölkerung zu steigern als auch einen signifikanten Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen zu leisten.

FAQ

Werden Förderdarlehen direkt bei der KfW beantragt?

Nein, der Zugang zu den Programmen der Förderbank erfolgt grundsätzlich über eine Geschäftsbank, Sparkasse oder Versicherung Ihrer Wahl. Dieser Finanzierungspartner prüft die Bonität und reicht den Antrag bei der Förderbank ein, da diese über kein eigenes Filialnetz für Privatkunden verfügt.

Können verschiedene Förderprogramme miteinander kombiniert werden?

Eine Kombination verschiedener Programme ist in der Regel möglich und oft sogar sehr sinnvoll. So lässt sich beispielsweise ein Basiskredit für das Wohneigentum mit zusätzlichen Fördermitteln für eine besonders energieeffiziente Sanierung oder den Einbau einer Photovoltaikanlage ergänzen, um die Zinslast insgesamt zu minimieren.

Gibt es Einkommensgrenzen für die Inanspruchnahme der Förderbank-Mittel?

In den Standardprogrammen für Wohneigentum oder energieeffizientes Bauen gibt es meist keine festen Einkommensgrenzen, sodass diese Mittel einem breiten Teil der Bevölkerung offenstehen. Lediglich bei speziellen sozialen Förderungen, wie etwa dem Baukindergeld oder regionalen Programmen einiger Bundesländer, können die Leistungen an bestimmte Einkommenshöhen geknüpft sein.