Der Staat fördert den Erwerb von Immobilien durch verschiedene Maßnahmen, um die Vermögensbildung und die Altersvorsorge der Bevölkerung zu stützen. Unter anderem vergibt die öffentliche Hand Kredite über Darlehensprogramme staatseigener Förderbanken, mit denen Immobilien finanziert werden können. Die wichtigste staatliche Förderbank ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Sie ist zu 80 Prozent im Besitz des Bundes und zu 20 Prozent im Besitz der Länder. Die Programme der KfW sind grundsätzlich für jedes Vorhaben geeignet. Sowohl Objekte, die der Eigennutzung dienen als auch solche, die zur Vermietung an Dritte gedacht sind, können dabei gefördert werden.

Das bekannteste Programm der KfW ist das Wohneigentumsprogramm. Es sieht Darlehen vor, mit denen bis zu 30 Prozent der Investitionskosten einer Finanzierung gedeckt werden können. Maximal werden je Wohneinheit jedoch 100.000 Euro ausgereicht. Die Zinsen der Darlehen sind in etwa so hoch wie die für Hypotheken mit einem Beleihungsauslauf von maximal 60 Prozent auf dem freien Markt. Die Laufzeiten können 20 oder 35 Jahre betragen. Langfristige Zinsbindungen sind ebenso möglich wie tilgungsfreie Anlaufjahre. Besonderer Vorteil der Darlehen ist die Möglichkeit, sie ohne Aufschlag auf den Zins nachrangig ins Grundbuch einzutragen. Dadurch stellen die Mittel aus der Sicht anderer Banken, die an der Finanzierung beteiligt sind, einen Ersatz für Eigenkapital dar. Somit können Kreditnehmer günstigere Zinsen auch für die anderen Bestandteile ihrer Finanzierung erhalten und die Kostenbelastung ihres Vorhabens insgesamt reduzieren.

Andere Programme der KfW fördern gezielt bauliche Maßnahmen an neuen wie auch an bestehenden Objekten, die einer Verbesserung der Energieeffizienz und einer Reduktion von Treibhausgasen dienen. Dabei werden die Programme aus Mitteln des Bundeshaushaltes subventioniert, sodass die Zinsen deutlich unter dem Niveau des freien Marktes liegen können. Um in den Genuss der subventionierten Kredite zu gelangen, müssen allerdings strengere Vorschriften eingehalten werden. Die Kredite der KfW werden über Banken und Sparkassen ausgereicht, die als durchleitende Instanz und Ansprechpartner für Verbraucher fungieren.

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