Ein großer Teil der privaten Bauherren steht vor dem Beginn ihres eigentlichen Bauvorhabens vor dem Problem der Finanzierung. Banken und Kreditinstitute bieten für diesen Zweck die verschiedensten Lösungen an. Aber für welche der unterschiedlichen Möglichkeiten sollte man sich entscheiden? Das klassische Instrument der Eigenheimfinanzierung ist immer noch das sogenannte Annuitäten-Darlehen, welches nicht nur auf dem Sektor der Baukredite Verwendung findet, sondern überall im Kreditwesen zum Einsatz kommt.

Der Kreditnehmer zahlt hierbei zu den festgelegten Zeitpunkten je nach Vertragsbedingungen monatlich oder vierteljährlich an den Kreditgeber einen festen Betrag, um das Darlehen zu tilgen. Diese Rate bleibt über den gesamten Tilgungszeitraum konstant. Veränderungen ergeben sich lediglich in der internen Struktur der einzelnen Raten, welche die Entwicklung der Baufinanzierung widerspiegeln. Am Beginn der Rückzahlungsphase ist der Anteil der Zinsen an den einzelnen Raten noch relativ hoch, aber im Lauf der Zeit verschiebt sich die Zusammensetzung der Raten. Gegen Ende der Laufzeit ist der Zinsanteil der Rate gesunken, der Tilgungsanteil jedoch höher als zu Beginn der Tilgungszeit.

Die Erklärung hierfür ist relativ einfach: da die Restsumme mit jedem Zahlungstermin sinkt, wird auch der Zinsanteil immer geringer. Am Ende bestehen die Raten eines Annuitäten-Darlehens fast nur noch aus den Tilgungsleistungen. Der Begriff Annuitätendarlehen leitet sich vom lat. Wort annus = Jahr ab und bezeichnet im Bankwesen bzw. Investitionsgeschäft einen der Höhe nach immer gleichen Zahlungsstrom.

Welche Vorteile bringt ein Annuitäten-Darlehen für den Verbraucher mit sich? Eine über die gesamte Laufzeit festgelegte Rate sorgt beim Kreditnehmer für eine relativ hohe Planungssicherheit, da er immer mit einer gleich bleibenden finanziellen Belastung rechen kann, die sich nicht verändert. Zusätzlich bleibt der Zins über die Laufzeit konstant, was den Bauherren vor dem Risiko eventueller Zinsänderungen schützt. Damit ergibt sich, gegenüber anderen Finanzierungsformen, ein transparenter und einfacher Tilgungsplan.

Da es sich auch bei einem Annuitätendarlehen im Zuge der Baufinanzierung um eine recht langfristige Bindung an einen Kredit handelt, wird in der Regel eine Anschlussfinanzierung notwendig werden. Hier droht ein nicht unerhebliches Zinserhöhungsrisiko. Ein weiterer Nachteil beim Annuitäten-Darlehen ist die geringe Flexibilität, falls sich die Finanzsituation des Darlehensnehmers grundlegend ändert.

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  1. […] Kombi-Darlehen ist nicht eindeutig, da häufig verschiedene Finanzmittel mit einem klassischen Annuitätendarlehen kombiniert werden. In der aktuellen Diskussion ist damit eine Kombination aus Annuitätendarlehen […]

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