Immobilienfinanzierung

Unter einer Immobilienfinanzierung wird der Bau oder der Erwerb einer Immobilie verstanden, der ganz oder in Teilen durch Kredite finanziert wird. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Bauherr bzw. der Käufer das Objekt selbst nutzt oder aber es an Dritte vermietet. Auch eine Kombination ist grundsätzlich denkbar. Immobilienfinanzierungen sind für das Funktionieren des Immobilienmarktes unerlässlich und werden deshalb vom Staat gefördert. Neben Zuschüssen vergibt der Staat dabei über öffentliche Förderbanken wie zum Beispiel die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau Darlehen. Diese sind entweder zu Zinsen unterhalb des Marktniveaus zu haben, weil sie aus Mitteln des Bundeshaushaltes subventioniert werden, oder aber die Kredite bieten andere Vorteile, etwa die Möglichkeit einer nachrangigen Eintragung ins Grundbuch ohne Aufschlag auf den Darlehenszins.

Bei Immobilienfinanzierungen wird zwischen Krediten mit variabler und solchen mit fixer Verzinsung unterschieden. Variabel verzinste Darlehen orientieren sich an einem Referenzzinssatz wie zum Beispiel der Euribor oder dem Eonia. Steigt der Referenzzinssatz an, steigt auch der Kreditzins. Dies birgt für den Kreditnehmer ein nicht unerhebliches Risiko, weil sich die Kosten der Immobilienfinanzierung in Abhängigkeit des Zinssatzes am Kapitalmarkt gravierend verändern können. Soll das Risiko einer Zinsänderung vermieden werden, muss das Darlehen mit einer Zinsbindung ausgestattet werde, die den Zinssatz, der bei Abschluss des Vertrages gilt, für die gesamte Laufzeit des Kredites oder aber für einen bestimmten Zeitraum fixiert. Die Zinsbindung ist dabei in der Regel mit einem Aufschlag auf den Zinssatz versehen, der mit der Dauer der Zinsfestschreibung ansteigt.

Immobilienfinanzierungen sind oft mit einer sehr langen Laufzeit ausgestattet, die durchaus 30 Jahre in Anspruch nehmen kann. In den meisten Fällen verlangen Banken von Kreditnehmern, dass sie einen erheblichen Teil der Investitionskosten aus eigener Tasche bezahlen. Als Minimum gilt hier ein Wert von 10 Prozent, ab einem Eigenkapitalanteil von 40 Prozent fällt der Zinssatz für den Kredit in der Regel deutlich günstiger aus.

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