Eine Eigentumswohnung ist eine rechtlich abgeschlossene Wohneinheit auf einem gemeinschaftlich genutzten Grundstück, auf dem sich in der Regel weitere Einheiten befinden. Diese können in einem klassischen Mehrfamilienhaus integriert sein oder auch die Form einer Doppelhaushälfte annehmen. Die einzelnen Einheiten eines Objekts können dabei entweder einem einzigen Eigentümer gehören oder auf verschiedene Besitzer aufgeteilt sein. Dem Eigentümer steht es frei, die Immobilie selbst zu bewohnen oder sie als Mietobjekt Dritten zur Verfügung zu stellen.
Marktwert und preisliche Einordnung im Vergleich zu Häusern
Grundsätzlich sind Eigentumswohnungen als gleichwertige Immobilienobjekte zu freistehenden Häusern zu betrachten. Der wesentliche Unterschied liegt primär in der baulichen Konzentration mehrerer Einheiten auf einer gemeinsamen Grundstücksfläche. Obwohl Wohnungen tendenziell eine geringere Wohnfläche aufweisen, sind sie in der Anschaffung und Unterhaltung nicht zwangsläufig kostengünstiger. Besonders in urbanen Räumen, in denen freistehende Einfamilienhäuser selten sind, erreichen die Quadratmeterpreise oft Spitzenwerte. In deutschen Ballungszentren wie München, Stuttgart und Frankfurt am Main ist die Nachfrage besonders hoch, was zu einer entsprechenden Preisintensität führt.
Die Eigentumswohnung als Kapitalanlage und steuerliches Instrument
Eigentumswohnungen sind beliebte Instrumente zur Kapitalanlage. Ein entscheidender Vorteil für Vermieter ist die steuerliche Behandlung der Finanzierungskosten: Die anfallenden Sollzinsen können als Werbungskosten vollständig steuerlich geltend gemacht werden. Zusätzlich ermöglicht der Fiskus eine jährliche Abschreibung (AfA) auf die Anschaffungskosten des Gebäudes. Viele Anleger nutzen diese Vorteile, um die Immobilie während ihres Erwerbslebens kreditfinanziert zu tilgen und sich so eine gesicherte Einkommensquelle für den Ruhestand aufzubauen. Im Vergleich zu freistehenden Häusern gelten Wohnungen oft als attraktivere Kapitalanlage, da sie aufgrund der Lage und Größe meist leichter zu vermieten sind, was das Risiko von Leerstand minimiert und die Gesamtrendite steigert.
Eigentümergemeinschaften und rechtliche Verwaltung
Wie bei anderen Immobilienarten auch, kann eine Wohnung im Besitz mehrerer Personen gleichzeitig sein. In einem solchen Fall wird rechtlich eine Eigentümergemeinschaft gebildet, die über die Verwaltung und Instandhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums entscheidet.
FAQ
Welche steuerlichen Vorteile bietet eine vermietete Eigentumswohnung?
Eigentümer können die Zinsen für das Immobiliendarlehen sowie die Anschaffungsnebenkosten steuerlich geltend machen. Zudem erlaubt die Absetzung für Abnutzung (AfA) eine jährliche Minderung der Steuerlast basierend auf dem Gebäudewert.
Warum gelten Wohnungen oft als rentablere Kapitalanlage als Häuser?
Wohnungen lassen sich in städtischen Lagen meist schneller und flexibler vermieten, was die Wahrscheinlichkeit für konstante Mieteinnahmen erhöht. Zudem sind die Instandhaltungskosten für das Gemeinschaftseigentum oft auf mehrere Schultern verteilt, was das finanzielle Risiko des Einzelnen senkt.
Was ist der Unterschied zwischen Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum?
Das Sondereigentum umfasst die eigentliche Wohnung und alle darin befindlichen, veränderbaren Teile. Zum Gemeinschaftseigentum gehören hingegen das Grundstück sowie konstruktive Elemente wie das Dach, das Treppenhaus oder die Fassade, für deren Erhalt die gesamte Eigentümergemeinschaft aufkommt.
