4 teure Fallstricke, die jeder Bauherren kennen muss

Bei einem Bauvorhaben geht es um richtig viel Geld. Eine gründliche Planung sowie reibungslose Abläufe sind deshalb wichtig. Sollte hingegen etwas schief gehen, wird es unter Umständen richtig teuer. Im Vergleich zu einem Immobilienkauf liegt das Kostenrisiko bei einem Bauvorhaben deutlich höher.

Es existieren verschiedene Risiken, die erhebliche Mehrkosten verursachen können. Die vier größten Fallstricke, die Bauherren unbedingt kennen und berücksichtigen sollten, stellen wir auf dieser Seite vor.

Wahl der falschen Partner für den Bau

Architekten, Bauunternehmer, Bauträger und Handwerker sind wichtige Partner, auf die sich der Bauherr verlassen muss. Doch leider lassen sich Schwierigkeiten nicht immer ausschließen. Schlecht ausgeführte Arbeiten, Verzögerungen am Bau oder gar Insolvenzen der Baupartner sind ernsthafte Probleme, die schon vielen Bauherren große Sorgen bereitet haben.

Derartige Risiken lassen sich zwar nicht vollständig ausschließen, aber zumindest verringern. Entscheidend ist die Wahl der Partner. Viele Bauherren machen ausschließlich von den Kosten abhängig, für welche Baupartner sie sich entscheiden. Viel wichtiger ist jedoch deren Zuverlässigkeit. Umso mehr empfiehlt es sich, nach Referenzen zu fragen und sich Feedback von früheren Kunden einzuholen.

Übrigens: Es ist sinnvoll, jede noch so kleine Absprache schriftlich festzuhalten. Dies mag zwar lästig erscheinen, doch die gebotene Sicherheit verspricht für sich. Im Ernstfall bestimmen solche Dokumente den Ausgang eines Gerichtsverfahrens.

Keine fortlaufende Baukontrolle

Wer seine Baupartner gezielt auswählt, hat automatisch mehr Vertrauen. Dennoch gilt auch hier: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Es kann schnell passieren, dass sich selbst die besten Bauarbeiter oder Handwerker grobe Schnitzer leisten. Von selbst beheben sie solche Fehler jedoch längst nicht immer. Viel häufiger werden Fehler bei der Bauausführung verschwiegen. Wenn sie der Bauherr erst viele Jahre später entdeckt, kann es unter Umständen schwierig sein, jemanden regresspflichtig zu machen.

Sinnvoller ist es deshalb, Pfusch am Bau mit allen Mitteln auszuschließen. Strenge Kontrollen gelten als der Schlüssel zum Erfolg. Allerdings sollten sie nicht vom Bauunternehmen selbst ausgeführt werden. Sicherer ist es, einen unabhängigen Kontrolleur zu bestellen, der den Fortschritt auf der Baustelle regelmäßig überwacht.

Keine Frage, ein unabhängiger Baukontrolleur verursacht zusätzliche Kosten. Doch erfahrensgemäß macht sich diese Investition ganz schnell bezahlt. Nicht selten ist das Geld ganz schnell wieder hereingeholt, weil Pfusch erkannt und dann sofort beseitigt wird.

Haftungsrisiko aufgrund fehlender Immobilienversicherungen

Für die meisten Bauherren sind Versicherungen ein lästiges Thema. Sie haben keine Lust, sich damit zu beschäftigen. Außerdem droht die Entstehung zusätzlicher Kosten, wodurch die Begeisterung zusätzlich geschmälert wird.

Trotzdem ist es wichtig, sich mit den Bauversicherungen zu beschäftigen. Immerhin geht es um eine ganze Menge: Sollte sich ein großer Schadensfalls ereignen und der Bauherr nur unzureichend versichert sein, droht womöglich der finanzielle Ruin!

Es gibt drei Versicherungen für Bauherren, die auf gar keinen Fall fehlen dürfen:

  • Bauherrenhaftpflicht: Generelle Absicherung der zahlreichen Haftpflichtrisiken
  • Rohbauversicherung: Finanzieller Schutz im Falle eines beschädgiten Rohbaus
  • Bauhelferversicherung: Selbst Bauhelfer aus dem Familienumfeld müssen versichert sein

Keine Zeit für einen Darlehensvergleich

Der vierte und letzte große Fehler besteht darin, sich keine Zeit für die Suche nach dem passenden Immobiliendarlehen zu nehmen. Zugleich geschieht dies in der Praxis sehr häufig. Die meisten Bauherren stehen unter Druck, sie müssen zahlreiche Gespräche mit dem Architekten, dem Bauunternehmen sowie vielen anderen Beteiligten führen. Dann gilt es Fliesen auszuwählen, die Wohnung zu kündigen und so weiter und so weiter.

Als Folge kommt die Baufinanzierung gerne zu kurz. Dann geht es rasch zur Hausbank vor Ort, um dort innerhalb kürzester Zeit ein Immobiliendarlehen zu beantragen. Solch eine Entscheidung wird unter Umständen ganz teuer bezahlt. Immerhin geht es um große Darlehensbeträge, sodass selbst kleinste Zinsunterschiede gewaltige Mehrkosten nach sich ziehen können.

Beispielrechnung

Darlehensbetrag: 250.000 Euro
Zinssatz Hausbank: 1,49 %
Zinssatz Direktbank: 1,40 %

Zinsersparnis im 1. Jahr: 225 Euro (überschlagen)
Zinsersparnis nach 10 Jahren: 2.000 Euro (überschlagen)

In Anbetracht der möglichen Kostenersparnis lohnt es sich, ein wenig mehr Zeit in die Abstimmung der Finanzierung zu investieren. Immerhin begleitet sie den späteren Eigenheimbesitzer noch viele Jahre lang.

Im Übrigen ist es gar nicht so schwierig, ein zinsgünstiges Immobiliendarlehen zu finden. Mit unserem unabhängigen Vergleich werden Finanzierungsangebote von mehr als 300 Banken ausgewertet. Zudem besteht die Möglichkeit, eine unabhängige und zugleich kostenfreie Beratung vom Experten in Anspruch zu nehmen. Stellen Sie jetzt Ihre unverbindliche Anfrage – hier geht es zum Rechner.