Zinsrückgang macht Baugeld wieder richtig billig

Besser hätten sich die Hypothekenzinsen in den vergangenen Wochen gar nicht entwickeln können: Innerhalb kürzester Zeit sind die Zinsen für Baugeld regelrecht eingebrochen, wodurch sich potentiellen Darlehensnehmern nun die Chance bietet, relativ günstige Immobiliendarlehen abzuschließen.

Ihren tiefsten Stand seit mehr als 50 Jahren hatten die Hypothekenzinsen im Sommer des vergangenen Jahres erreicht. Seither zogen die Zinssätze spürbar an – im April dieses Jahres lagen sie fast einen ganzen Prozentpunkt höher als noch wenige Monate zuvor. Viele Experten haben auf die wachsende Wirtschaft verwiesen und prognostizierten einen weiteren Zinsanstieg. Allerdings haben sich Baugeldzinsen seither vollkommen anders entwickelt. Der von zahlreichen Seiten erwartete Zinsanstieg blieb aus. Selbst die Erhöhung des EZB-Leitzinses konnte den Rückgang der Hypothekenzinsen nicht stoppen.

Besonders in den letzten drei Wochen haben die Zinssätze für Immobiliendarlehen äußerst stark nachgegeben. Der Anstieg, den die Zinsen seit Mitte des vergangenen Jahres durchlaufen hatten, wurde fast wieder vollständig abgebaut. Zwar wurden die Tiefststände des letzten Jahres noch nicht ganz erreicht, jedoch ist der Abstand nicht mehr besonders groß.

Wie sich die Hypothekenzinsen in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln werden, ist nur äußerst schwer einzuschätzen. In Anbetracht der weiterhin starken Wirtschaft – zumindest in Deutschland – sollte eher mit einem Anstieg gerechnet werden. Außerdem geht es der Bauwirtschaft nach wie vor sehr gut: Die Nachfrage nach Immobilien und Darlehen befindet sich immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Natürlich wäre es auch denkbar, dass der Zinsrückgang anhält – viel mehr Spielraum nach unten gibt es jedoch nicht. Interessenten sollten deshalb nicht zu hoch pokern bzw. nicht zu lange warten, sondern lieber den Rückgang zur Zinssicherung nutzen.

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