Nach dem Brexit: Zinsentwickung vom Baugeld im Fokus

Kaum jemand hätte gedacht, dass in Großbritannien die Entscheidung getroffen wird, die Europäische Union zu verlassen. Umso größer war die Verunsicherung an den Märkten, weshalb insbesondere die Aktienkurse erst einmal auf Talfahrt gegangen sind. Die haben sich inzwischen wieder ein wenig erholt – ganz im Gegensatz zu den Zinsmärkten, an denen immer noch viel Ungewissheit herrscht.

Kein Wunder, dass potenzielle Bauherren und Immobilienkäufer ebenfalls verunsichert sind. Sie fragen sich, ob sie schon bald zuschlagen sollen oder ob es sich lohnt, die eigene Immobilienfinanzierung möglichst bald unter Dach und Fach zu bekommen. Schließlich wäre es denkbar, dass die Marktzinsen anziehen und damit dringender Handlungsbedarf besteht.

Brexit nicht überbewerten

Zunächst möchten wir an dieser Stelle vorwegnehmen, dass die Folgen eines Brexits zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen sind. Zumal sich die Märkte ohnehin beruhigt haben. Die Aktienkurse haben längst wieder angezogen, die Ängste der Marktteilnehmer scheinen verschwunden zu sein.

Ebenso ist fraglich, ob der Brexit (der ohnehin erst in frühestens zwei Jahren erfolgen wird) größere Auswirkungen auf die Zinsmärkte und somit auch auf die Hypothekenzinsen haben wird. Dies ist derzeit nur schwer abzuschätzen, sicherlich wird auch die Entwicklung des Euro als Währung eine große Rolle spielen.

Die Notenbank entscheidet

Wesentlich spannender ist die Frage, ob sich in Italien eine weitere Bankenkrise entwickelt. Mehrere große Geldhäuser sollen in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten stecken. Es wäre daher gut denkbar, dass die Notenbank eingreifen muss. Dies könnte bedeuten, dass die EZB noch mehr Geld druckt und so den Markt flutet. Zumal eine weitere Senkung des Leitzinses nicht auszuschließen ist. Zwar gilt sie als eher unwahrscheinlich, doch eine Erhöhung dürfte in diesen Zeiten noch viel unwahrscheinlicher sein.

Natürlich ist in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass die Zinssätze für Immobiliendarlehen nicht direkt an de Leitzins gekoppelt sind. Senkt die EZB den Leitzins, führt dies nicht automatisch zu günstigerem Baugeld.

Es existiert eine ganze Reihe an Faktoren, die letztlich darüber entscheiden, wie sich die Hypothekenzinsen entwickeln. Dementsprechend hat der Brexit zu einem weiteren Rückgang geführt. In den vergangenen Wochen ist das Baugeld so günstig wie noch nie gewesen. Allerdings sollten potenzielle Darlehensnehmer nicht auf einen weiteren Rückgang spekulieren. Gerade weil die Zinsen so attraktiv sind, erscheint eine Zinssicherung umso sinnvoller.

Zinsunterschiede bei den Banken im Auge behalten

Angehende Darlehensnehmer sollten bedanken, dass es nicht den einen Zinssatz gibt. Welche Konditionen bei der Baufinanzierung gelten, hängt letztlich davon ab, bei welcher Bank der Darlehensabschluss erfolgt. Die Konditionsunterschiede zwischen den einzelnen Geldinstituten sind stark ausgeprägt.

Deshalb empfiehlt es sich, den Markt umfassend zu durchleuchten bzw. Darlehenskonditionen miteinander zu vergleichen. Erst nachdem mehrere hundert Finanzierungsangebote miteinander verglichen wurden, lässt sich mit absoluter Gewissheit sagen, wo eine zinsgünstige Baufinanzierung lockt.

Ein solch umfassender Zinsvergleich ist ohne professionelle Unterstützung jedoch nicht zu bewerkstelligen. Zum Glück gibt es unseren Zinsrechner. Als unabhängiger Vermittler helfen wir Bauherren, Käufern und Umfinanzierern dabei, das passende Darlehen zu finden. Unverbindlich und ohne Kosten vergleichen wir Finanzierungsangebote. Dies ist aber längst nicht alles. Im Vorfeld helfen wir dabei, die Immobilienfinanzierung im Detail abzustimmen, damit sie optimal zum Darlehensnehmer passt.

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