Niedrige Zinsen erlauben Volltilger-Darlehen
Bei der Aufnahme eines Immobiliendarlehens wird sehr häufig die Entscheidung getroffen, eine niedrige Tilgung in Verbindung mit einer mittleren Laufzeit zu wählen. Oftmals werden Tilgungssätze von 1 oder 2 Prozent gewählt und die Zinsen für den Zeitraum von 10 Jahren festgeschrieben. Diese Art der Darlehensgestaltung hat einen simplen Grund: Die monatliche finanzielle Belastung ist nicht allzu hoch bemessen.
In Zeiten niedriger Hypothekenzinsen (wie wir sie augenblicklich erleben – schließlich sind die Hypothekenzinsen so günstig wie schon seit 50 Jahren nicht mehr) bietet es sich geradezu an, eine andere Verfahrensweise zu wählen. Weil die Zinssätze so niedrig sind, kann man sich eine höhere Tilgung erlauben. Dies hat zur Folge, dass das Darlehen schneller zurückgezahlt wird, ohne eine zu hohe Rate in Kauf nehmen zu müssen. Außerdem können auch längere Zinsbindungen gewählt werden: Auch bei 15- oder 20-jähriger Zinsfestschreibung sind die Zinssätze immer noch relativ niedrig bemessen.
Das attraktive Zinsumfeld ermöglicht es so manchem Darlehensnehmer, ein sogenanntes Volltilger-Darlehen aufzunehmen. Diese Darlehen machen ihrem Namen alle Ehre: Innerhalb der Zinsbindung bzw. im Rahmen der Laufzeit wird die Restschuld vollständig abgetragen. Dies hat zur Folge, dass keine Anschlussfinanzierung erforderlich ist.
Es lohnt sich, bei Banken und Baugeldvermittlern (am besten nutzen Sie unseren Zinsvergleich) gezielt nach Volltilger-Darlehen zu fragen. Gerade wegen der niedrigen Darlehenszinsen ist die Rate trotz der erhöhten Tilgung oftmals noch zu stemmen. Außerdem belohnen die Banken das Volltilger-Engagement: Die Zinssätze sind nochmals einen Tick günstiger. Wer sein Darlehen möglichst zielstrebig zurückzahlen möchte, sollte diese Chance nutzen bzw. sich zumindest informieren.


