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Lebenshaltungskosten: Ehrlichkeit zahlt sich aus

Bei der Planung des Eigenheims denken Bauherren in spe an vieles: Wie wird die Wohnfläche am sinnvollsten aufgeteilt? Soll das Dach ausgebaut werden? Wie viel Energie verbraucht mein Traumhaus? Welcher Baufinanzierer hat das günstigste Angebot? Gerade die Finanzierung bereitet vielen Bauherren jedoch Schwierigkeiten: Zum einen schätzt kaum ein Bauherr Studien zufolge den Aufwand für eine passende Baufinanzierung realistisch ein. Zum anderen weisen die meisten Bauherren jüngsten Untersuchungen zufolge zum Teil erhebliche Wissenslücken in Bezug auf Finanzierungsmöglichkeiten und Fallstricke auf. So wundert es auch nicht, dass die meisten zukünftigen Häuslebauer ihren Lebenshaltungskosten kaum nennenswertes Gewicht bei der Baufinanzierung zumessen.

Genau das ist aber ein großer Fehler: Viele Bauherren verschätzen sich schlichtweg bei der Einschätzung ihrer Lebenshaltungskosten oder mogeln sie niedriger, um die Tilgung zu erhöhen. Das Problem ist nur: Werden die Lebenshaltungskosten zu niedrig angesetzt, zieht dies eine zum Teil enorme Einschränkung des Lebensstandards nach sich – über Jahre oder sogar Jahrzehnte wohlgemerkt. Deshalb weisen Finanzierungsexperten immer wieder darauf hin, dass mindestens ein Drittel des Nettoeinkommens als Lebenshaltungskosten angesetzt werden sollten. Ein Grundbetrag von 700 Euro für einen Einpersonenhaushalt gilt dabei als absolutes Minimum: Setzt man den Betrag geringer an, fiele man unter die gesetzliche Pfändungsgrenze. Bei Familien setzt man zur Festlegung der Lebenshaltungskosten für den Ehepartner 300 Euro und für jedes Kind 200 Euro an. Eine vierköpfige Familie müsste demzufolge über mindestens 1.400 Euro im Monat verfügen, um angemessen leben zu können.

Experten raten bei der Bestimmung der Lebenshaltungskosten dazu, alle regelmäßigen Ausgaben bereits in der Planungsphase aufzulisten und dabei auch jährlich fällige Zahlungen nicht zu vergessen. Nur so kann gewährleistet sein, dass der Lebensstandard auch in der Tilgungsphase gehalten werden kann.

Sommerzeit – Bauzeit

Der Sommer ist da, nicht nur kalendarisch sondern auch tatsächlich mit Wärme und Sonnenschein. Sommerwetter verbessert keineswegs nur die Laune und das Wohlbefinden – es eignet sich auch perfekt, um das lange geplante Bauvorhaben endlich in die Tat umzusetzen.

Nicht umsonst werden die meisten Bauvorhaben bereits zu Jahresbeginn, spätestens aber im Frühjahr, angegangen: Insbesondere wenn eine Immobilie in Massivbauweise errichtet werden soll benötigen Wände, Gips und Beton Zeit und das richtige Wetter um gleichmäßig und gut zu trocknen. Am besten eignet sich hierfür logischer Weise der Sommer mit seinen vergleichsweise hohen Temperaturen. Fortschritte auf dem Bau zeigen sich dann deutlich schneller als beispielsweise im Spätherbst, wenn niedrige Temperaturen und zu viel Feuchtigkeit den Baufortschritt verzögern. Ein weiteres Plus bei diesem Vorgehen: Häufig können die Bauarbeiten spätestens Ende Sommer abgeschlossen und die Immobilie bezogen werden. Ein Umzug in Matsch, Regen und Kälte bleibt den frisch gebackenen Hausherren damit erspart.

Jetzt ist aber nicht nur der perfekte Bauzeitpunkt, auch für die Baufinanzierung könnte es kaum einen besseren Zeitpunkt geben. Zwar zeigen die ersten Zinssätze bereits eine Tendenz zum Anstieg, aber noch immer profitieren Bauherren von den historisch niedrigen Bauzinsen. Selbst die Stiftung Warentest rät derzeit dazu, sich nach Möglichkeit die noch niedrigen Zinsen zu sichern. Wer es versäumt hat, eine lange Laufzeit für sein aktuelles Baudarlehen zu vereinbaren, sollte ein Forward-Darlehen in Erwägung ziehen. Damit ist es möglich, den derzeit niedrigen Zinssatz für ein Anschlussdarlehen zu fixieren, auch wenn das erst in einigen Jahren ausgezahlt wird.

Kampa-Pleite: Bloß nicht sofort kündigen!

Bauherren, die sich für ein Fertighaus von Kampa entschieden haben, erleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Wie bereits berichtet musste das Traditionsunternehmen im März dieses Jahres Insolvenz anmelden. Das sicher geglaubte Aus für Kampa und das Tochterunternehmen Hebel Haus, zumal Gespräche mit 69 potenziellen Investoren im Sande verliefen. Möglicher Weise kann das Unternehmen jetzt aber wieder durchstarten – Totgesagte leben eben länger…

Für Bauherren, die ein Kampa-Haus bauen wollten, waren die letzten Monate sehr schwer: Zum einen musste ihr Bauunternehmen Insolvenz anmelden, was die Frage nach sich zieht, wie es mit den halbfertigen Kampa-Häusern weitergehen soll. Viele Bauherren haben bereits eine Anzahlung geleistet, können ihr neues Eigenheim aber nicht beziehen – und sitzen im schlimmsten Fall auf der Straße. Zum anderen ist gerade die Anzahlung zum Streitpunkt geworden: Im Fall einer Insolvenz von Bauunternehmen sehen Bauherren ihr Geld in der Regel nicht wieder. Natürlich können Betroffene ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden – sie landen allerdings relativ weit hinten auf der Gläubiger-Liste. Von einer einseitigen Vertragskündigung raten Experten ab: In diesem Fall erhielte Kampa einen Anspruch auf Schadenersatz.

In den letzten Tagen zeichnete sich nun die Wende im Fall Kampa ab: Zunächst einmal kündigte die Exklusiv-HausAG an, mit ehemaligen Kampa-Mitarbeitern die halbfertigen Häuser fertig zu stellen. Für Bauherren bedeutet dies, dass sie sich nicht nach einem neuen Bauunternehmen umsehen müssen, sondern ihr Traumhaus erhalten, für das sie sich ursprünglich entschieden hatten. Zudem hat der ehemalige Kampa-Technik-Vorstand Josef Haas alle notwendigen Lizenzen erworben, um unter dem alten Namen Kampa ein neues Unternehmen aufzubauen.

Hochwassergefahr: Besser gut versichert

Bereits seit Tagen sorgen anhaltende Regenfälle, starke Gewitter und Hagelschlag für Unmut insbesondere in Süddeutschland. Nicht nur dass das anhaltend schlechte Wetter aufs Gemüt schlägt – mit den Regenfällen steigt die Gefahr von Hochwasser und auch Gewitter und Hagelschlag bedrohen Gesundheit und Eigentum. Unwetter und Wetterkapriolen mehren sich in den letzten Jahren. Umso wichtiger ist es auch für Bauherren und Immobilienbesitzer, ihre Baustelle bzw. ihre Immobilie richtig zu schützen. Neben Vorsichtsmaßnahmen sobald ein Unwetter angekündigt ist zählt dazu auch die richtige Versicherung.

Nicht nur Bestandsimmobilien verdienen einen ausreichenden Schutz in Form von Wohngebäude- und Hausratversicherung, optimal ergänzt durch eine Elementarschaden- und Gewässerschadenhaftpflichtversicherung. Auch Baustellen und Rohbau sollten ausreichend versichert sein, damit der Bau nicht unnötig teurer wird. Für Baustellen bieten sich Feuerrohbau- und Bauleistungsversicherung an. Die Feuerrohbauversicherung versichert wie der Name schon sagt Feuer und Brandschäden, die auf einer Baustelle bzw. in einem Rohbau ausbrechen können. Eine Bauleistungsversicherung ist im Prinzip die Kaskoversicherung auf dem Bau.

Eine Bauleistungsversicherung schützt sowohl Bauunternehmer als auch Bauherren vor unvorhersehbaren Schäden. Spätestens wenn die Baugrube infolge starker Regenfälle voll Wasser läuft, Wände nicht austrocknen können oder ein Sturm den Rohbau zerstört zahlt sich der Abschluss aus. So gesehen ist die Bauleistungsversicherung für alle Bauherren unverzichtbar. Sie ist es nämlich, die für unvorhersehbare Schäden aufkommt und den Bauherrn somit vor dem finanziellen Ruin bewahrt.

Bauherren in spe sollten in ihrer Finanzplanung in jedem Fall auch alle notwendigen Versicherungen berücksichtigen. Ein Verzicht auf beispielsweise die Bauleistungsversicherung mindert zwar zunächst einmal die Baunebenkosten, kann aber im Schadensfall erheblich teurer werden als die Versicherungsprämien.

Rahmenkredite – perfekte Ergänzung zum Baudarlehen?

Wer vom Eigenheim träumt, malt sich meist aus, wie die Immobilie seiner Träume wohl aussehen wird. Zwei Etagen vielleicht, ein Kamin, eine schöne offene Küche, nicht zu vergessen ein Wintergarten… Was viele Bauherren in spe dabei häufig aber nicht bedenken ist, dass die Innenausstattung des neuen Zuhauses nicht mit einem Baudarlehen abgedeckt ist. Es fallen also zum Teil erhebliche Zusatzkosten an, wenn nicht nur das Zuhause, sondern auch seine Einrichtung neu sein soll. Schließlich verursachen Küche, Couch und Gartenhaus Kosten in erheblicher Höhe. Angehenden Eigentümern bleibt also nichts anderes übrig, als den notwendigen Betrag vorab anzusparen. Fließen alle Mittel in die Baufinanzierung und deren Nebenkosten, muss die neue Einrichtung warten. Abhilfe schaffen kann hier aber u.a. ein Rahmenkredit.

Einen Rahmenkredit könnte man am besten als einen erweiterten Überziehungskredit beschreiben. Die Bank räumt dem Kreditnehmer einen Kreditrahmen ganz ähnlich einem Dispositionskredit ein. Dennoch unterscheiden sich diese beiden Kreditarten deutlich voneinander: Rahmenkredite werden auf einem anderen Konto eingerichtet und können durch Überweisung auf das Girokonto verfügt werden. Sie werden meist in Höhe von 2.000-3.000 bis 50.000 Euro gewährt – die Kreditlinie liegt also deutlich höher als bei einem Dispositionskredit. Damit lassen sich Hausrat, Arbeiten am Garten oder andere Anschaffungen gut tätigen. Gegenüber einem Ratenkredit hat ein Rahmenkredit den Vorteil, dass die Tilgung deutlich flexibler gestaltet werden kann und die Raten niedrig gehalten werden können. Auf diese Weise ist eine Rückführung des Rahmenkredits auch bei dem naturgemäß knappen Budget während der Tilgungsphase einer Baufinanzierung möglich.

Einen Nachteil hat der Rahmenkredit allerdings: Seine Verzinsung ist immer flexibel und kann damit dem Markt angepasst werden. Was in Zeiten fallender Marktzinsen von Vorteil ist, kann in Zeiten steigender Zinsen zur Kostenfalle werden.

HRE: Erneute Bankenpleite?

Für viele Verbraucher ist das Thema Bankenpleite bereits abgeschrieben und man sieht optimistisch dem hoffentlich bald folgenden wirtschaftlichen Aufschwung entgegen. Möglicher Weise werden sich aber insbesondere auch einige Bauherren noch einmal mit diesem Thema befassen müssen: Zurzeit machen Nachrichten über den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) die Runde, die alles andere als optimistisch klingen. Nicht nur, dass die Münchener generell unter den Turbulenzen auf den Finanzmärkten leidet – sie haben nach Medienberichten nun auch mit Ausfällen bei Baukrediten zu kämpfen. Zwar handele es sich dabei um Darlehen für Gewerbe- und Bürobauten, die Folgen könnten im schlimmsten Fall aber auch private Häuslebauer zu spüren bekommen.

Schon seit einigen Monaten steht es um die HRE alles andere als gut: Sie gehört nun zu 90 Prozent dem Bund, nachdem dieser mit einer Kapitalspritze in Höhe von rund drei Milliarden Euro ausgeholfen hatte. Mit der Gewährung weiterer Kapitalhilfen, die mit Sicherheit nötig werden, wird der Bund zukünftig auch die restlichen 10 Prozent übernehmen. Zu schaffen machen der HRE derzeit auch unerwartet schlechte Rahmenbedingungen auf dem deutschen Immobilien-Markt. Das Problem: Gerade das Geschäft mit Immobiliendarlehen wollte die HRE zukünftig stärker ausbauen. Die unerwarteten Schwierigkeiten werfen nun Fragen auf, wie sich die Angebote und Konditionen zukünftig gestalten lassen.

Derzeitige HRE-Kunden haben nichts zu befürchten: Die einmal ausgehandelten Konditionen bleiben während der gesamten vereinbarten Laufzeit bestehen – auch aufgrund des staatlichen Schutzschirmes, unter den sich dir HRE gerettet hat. Zukünftigen Bauherren kann nur geraten werden, die aktuelle Tiefzinsphase noch zu nutzen, dabei aber sehr genau zu überprüfen, wie gut die darlehensgebende Bank aufgestellt ist.

Modernisierungsdarlehen sinnvoll nutzen

Eine neue Studie der Baugeld Spezialisten AG deckt es auf: Die deutschen Verbraucher lassen das Sparpotenzial, das eine energetische Modernisierung verspricht, ungenutzt. Das liegt nicht etwa daran, dass nur Wenige sich dafür interessierten, wie das Eigenheim günstig energetisch saniert werden kann. Vielmehr herrscht verbreitet Unkenntnis über die Möglichkeiten der Finanzierung eines solchen Vorhabens. So ist zum Beispiel 9 von 10 Bundesbürgern nicht bekannt, dass Modernisierungsdarlehen existieren – und die Modernisierung deutlich günstiger als mithilfe eines Ratenkredits gestalten können.

Modernisierungsdarlehen verbinden gleich mehrere Vorteile, von denen Sanierer profitieren können. Zum einen sind sie für etwa die gleichen Konditionen wie Baugeld zu bekommen und damit deutlich günstiger als viele Ratenkredite. Im Gegensatz zu Ratenkrediten liegen die Zinsen niedriger und die Laufzeiten können länger gewählt werden. Im Vergleich zu einem Baukredit ist bei Modernisierungsdarlehen von Vorteil, dass sie auch ohne Grundbucheintrag auskommen, was nicht nur die Kreditnebenkosten senkt, sondern auch bedeutet, dass die Immobilie, die saniert werden soll, weiterhin im Eigentum verbleibt. Ist das Modernisierungsdarlehen dann auch noch mit ausreichend Flexibilität ausgestattet, beispielsweise in Form von jederzeit möglichen Sondertilgungen, spricht nichts mehr gegen die Darlehensaufnahme. Kombiniert werden kann ein solches Darlehen bei Bedarf auch mit bestehenden Fördermöglichkeiten, etwa denen der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Auf diese Weise gestaltet sich die Finanzierung von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen noch günstiger.

Für Immobilienbesitzer ist das Thema energetische Sanierung sehr wichtig: Die Kosten für Energie machen einen großen Teil der monatlichen Nebenkosten im Eigenheim aus. Zudem ist absehbar, dass sie bei der derzeitigen Entwicklung auch in Zukunft deutlich steigen und somit die Haushaltskasse belasten werden. Eine energetische Sanierung hilft also langfristig, Portmonee und Umwelt zu schonen.

Sparen mit variablen Darlehen?

Immer wieder stieß man in den letzten Tagen auf das Thema variable Darlehen – selbst „Welt online“ griff das Thema in einem ihrer Artikel am Sonntag auf. Diskutiert wird dabei immer wieder, dass es derzeit offenbar Darlehen zu extrem günstigen Konditionen gibt: Lediglich etwa zwei Prozent Zinsen werden dafür berechnet. Aber ist das Angebot wirklich so gut wie es klingt?

Eine Baufinanzierung für wenig mehr als 2 Prozent effektiv – das klingt zu schön um wahr zu sein. Möglich wird dies durch variable Darlehen: Der Zinssatz dieser Darlehen orientiert sich am Drei-Monats-Euribor, wird also alle drei Monate an den aktuellen Marktzins angepasst. Und da dieser derzeit bei lediglich 1,3 Prozent liegt, sind sehr günstige Finanzierungen möglich. Interessant ist das Angebot insbesondere deshalb, weil das Baugeld in den vergangenen Wochen wieder etwas teurer geworden ist. Schuld daran ist nicht etwa der Leitzins: Vielmehr ist es für Banken einfach schwieriger, sich günstig Geld zu leihen.

So vorteilhaft dieses Geschäft zunächst klingt, einen großen Haken gibt es aber dabei: Wie diverse Medien heute verkünden geht es mit dem deutschen Geschäftsklimaindex nach oben. Mit anderen Worten: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die wirtschaftliche Lage sich wieder entspannt – und die Zinsen steigen. Genau da liegt der Nachteil variabler Darlehen: Steigen die Marktzinsen, beispielsweise aufgrund einer guten wirtschaftlichen Entwicklung, steigt auch die Verzinsung eines variablen Darlehens. Finanzierungsexperten der Stiftung Warentest raten daher, variable Darlehen als „Beimischung“ zu verwenden, um zumindest in der Anfangsphase der Finanzierung Einsparungen zu realisieren.

Vergleichen lohnt sich immer

Auf der Suche nach einer passenden Baufinanzierung versuchen die meisten Bauherren natürlich, das beste Angebot zu finden. Häufig genug ist ihnen aber nicht klar, warum selbst Nachkommastellen beim Baugeld-Zinssatz von so großer Wichtigkeit sind. Dabei sollte jeder Bauherr in spe wissen, dass allein eine Differenz von 0,1 Prozent ein Darlehen über die gesamte Laufzeit betrachtet bereits um mehrere Tausend Euro verteuern kann. Dieses unnötig ausgegebene Geld könnte besser genutzt werden, um etwa Rücklagen zu bilden, etwas für die Altersvorsorge zu tun oder um den Lebensstandard in Zeiten höherer Teuerungsraten zu gewährleisten.

Wie man es auch dreht und wendet: Um einen Vergleich der Anbieter kommt man nicht herum, möchte man das wirklich günstigste Angebot herausfiltern. Ein Angebotsvergleich ist übrigens viel schneller und leichter gemacht als viele Bauherren glauben – vorausgesetzt man ist sich darüber bewusst, wie viel Eigenkapital bereits vorhanden ist, wie hoch der regelmäßige Geldeingang ist und hoch die zukünftige monatliche Belastung sein darf.

Häufig ergibt ein Vergleich potenzieller Darlehensgeber, dass Online- bzw. Direktbanken die günstigsten Darlehen vergeben. An dieser Stelle zögern ebenfalls viele zukünftige Bauherren. Und das vollkommen zu Unrecht: Direktbanken sind genauso seriös wie jede Filialbank auch und unterliegen ebenso wie diese der deutschen Bankenaufsicht. Der einzige Unterschied: Eine Direktbank vertreibt ihre Produkte meist online oder telefonisch und bietet in der Regel keine Beratungsleistungen an. Wer nicht darauf verzichten möchte oder kann, muss deshalb aber nicht gleich eine Filialbank aufsuchen: Unabhängige Finanzvermittler und auch die Verbraucherzentralen klären gern und gegen eine geringe Gebühr bzw. sogar kostenlos über die Besonderheiten der einzelnen Finanzprodukte auf.

Baufinanzierung

Problemfall ältere Darlehensnehmer?

Nicht immer entscheiden sich nur junge Menschen dazu, ein Eigenheim zu kaufen oder zu bauen. Immer mehr Menschen der Generation 40 plus möchten sich jetzt noch ihren Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen. Die Frage ist nur: Gelten für ältere Darlehensnehmer die gleichen Konditionen wie für jüngere?

In punkto Darlehen existieren durchaus Unterschiede in den Konditionen für ältere und jüngere Antragsteller. Von jüngeren Darlehensnehmern nehmen Banken häufig an, dass sie zum einen gesünder als ältere Menschen sind und zum anderen noch längere Zeit im Arbeitsleben stehen werden. Ältere Menschen begreifen Banken meist als Risiko, da sie wahrscheinlich nicht mehr lange im Erwerbsleben stehen, sich ihre Einkünfte dadurch verringern werden und auch die Lebenserwartung nicht mehr so hoch wie bei jungen Menschen ist. Erst seit Kurzem findet man auch vereinzelte attraktivere Darlehensangebote für Senioren und die Generation 40 plus.

Interessant wird es immer dann, wenn ein älterer und ein jüngerer Mensch eine Baufinanzierung realisieren möchten. Dieses Szenario ist gar nicht so weit her geholt: Immer wieder finden sich Paare, die einen nicht unerheblichen Altersunterschied aufweisen – auch wenn der nicht immer so groß ist wie beispielsweise bei Jopi Heesters und seiner 45 Jahre jüngeren Frau. Hier stellt sich dann die Frage, welche Grundvoraussetzungen existieren. Treten beide Partner als Darlehensnehmer auf, dürften kaum Probleme zu erwarten sein, sofern beide Partner ausreichend Geld verdienen. Auch wenn der jüngere Partner als Darlehensnehmer fungiert und über ein zuverlässiges und ausreichend hohes Einkommen verfügt, ist die Konstellation unproblematisch. Probleme könnten allerdings auftreten, wenn der ältere Partner alleinig als Darlehensnehmer auftritt und zudem Hauptverdiener ist. In diesem Fall würden sich die Darlehenskonditionen wahrscheinlich aufgrund des Alters des Darlehensnehmers und seiner (angenommenen) zeitlich begrenzten Erwerbstätigkeit verschlechtern.

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