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Baufinanzierung zu belastend?

Den Traum von den eigenen vier Wänden hegen viele Bundesbürger, aber längst nicht alle versuchen auch, ihn in die Realität umzusetzen. Da stellt sich schnell die Frage: Was hält sie eigentlich davon ab, ein Eigenheim zu erwerben oder zu bauen?

Neben einer Veränderung der Lebensumstände, etwa Arbeitslosigkeit oder eine Erkrankung, spielen dabei auch die Vorstellungen der Bauherren in spe eine Rolle, was für eine Baufinanzierung und ein Bauvorhaben generell alles abverlangt wird. Kurz gesagt: Sie scheuen den Aufwand. Immobilienexperten und Finanzberater staunen immer wieder, wie kompliziert, zeitraubend und schwierig sich deutsche Verbraucher die Beschaffung eines Baukredites vorstellen. Auch beim Hausbau oder –kauf sieht es nicht viel anders aus: Der Aufwand dafür wird von vielen Verbrauchern als sehr hoch eingeschätzt.

Viele Verbraucher stützen sich in ihrer Einschätzung auf Berichte von Verwandten, Bekannten oder auf Medienberichte, wo gern auch Fälle aufgegriffen werden, die wenig optimal verliefen. Dies schürt bei Vielen häufig eine diffuse Angst vor dem Thema generell. Dabei halten sich die für den Bau oder Kauf einer Immobilie notwendigen Schritte in der Regel in überschaubarem Rahmen, wenn einige wenige Grundregeln beachtet werden. Natürlich sollte man sich für eine optimale Baufinanzierung ausreichend Zeit nehmen und auch der Bau selbst ist nicht in wenigen Stunden erledigt. Andererseits: Wer in seine Planung auch Unvorhergesehenes wie einen Einkommensverlust einbezieht und bei schwierigen Klauseln nicht sofort die Flinte ins Korn wirft, ist seinem Traum vom Eigenheim schon ein gutes Stück näher gekommen. Übrigens: Baugeldexperten sind nicht nur dafür da, ein Darlehen zu ermitteln, sie sind auch Berater und Hilfe, die man annehmen sollte. So leicht wie Internetshopping wird die Baufinanzierung damit zwar nicht – aber doch erheblich einfacher als Viele es sich vorstellen.

Erneuter Rückschlag für Verbraucherschützer vs. Bausparkassen

Wie bereits berichtet wurde strengen Deutschlands Verbraucherschützer in diesem Jahr Verfahren gegen einige Bausparkassen und deren Gebührenmodelle an. Bisher allerdings bleibt der Erfolg aus: Schon zu Jahresbeginn entschied das Landgericht Heilbronn in einem Musterprozess gegen das Anliegen der klagenden Verbraucherzentrale NRW. Im konkreten Fall ging es um die Rechtmäßigkeit von Abschlussgebühren, die das Landgericht zum Nachteil der Verbraucher bestätigte.

Kürzlich nun ein erneuter Rückschlag für die Verbraucherzentralen: Vor dem Dortmunder Landgericht wollte die Verbraucherzentrale NRW gegen die LBS West klagen. Als Grund der Klage gaben die Verbraucherschützer an, dass die Verbraucher bei dieser Bausparkasse „deutliche Benachteiligungen“ in Kauf nehmen müssten, wenn sie sich für das Bausparen entscheiden. Zum Gerichtsverfahren kam es diesmal jedoch erst gar nicht: Das Gericht wies die Klage nach eingehender Prüfung ab.

Die Verbraucherzentrale NRW setzt nun auf ein weiteres Verfahren, das derzeit in Hamburg anhängig ist: Stellvertretend klagen die Verbraucherschützer hier gegen den Versicherer „Deutscher Ring“, der sich auch im Bereich Baufinanzierung und Bausparen engagiert. Auch hier bemängelt der Verbraucherschutz u.a. die Praxis der Bausparkassen, eine Abschlussgebühr für Bausparverträge zu erheben, die zwar allgemein üblich sind, nach Ansicht der Verbraucherschützer aber nicht weiter als vergleichsweise hohe Provisionen für die Vermittler darstellen. Das Urteil des Landgerichts Hamburg wird für Freitag, den 22. Mai erwartet.

Verbraucherzentrale und Bausparkassen kündigten bereits im vergangenen Jahr an, notfalls bis zur letzten Instanz – also bis vor den Bundesgerichtshof – zu ziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Bundesgerichtshof mit der Angelegenheit gleich drei Mal befasst, ist nicht gering: In allen drei Fällen werden den Bausparkassen unterschiedliche, möglicherweise rechtswidrige Praktiken vorgeworfen.

Von niedrigen Zinsen richtig profitieren

Die letzte Leitzinssenkung liegt noch nicht lange zurück, die Baugeldzinsen stehen tief wie lange nicht mehr: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine Immobilienfinanzierung abzuschließen. Aber Experten warnen: Achten Sie dabei genau auf die Konditionen!

Wie die Süddeutsche heute berichtet ist es derzeit bei einigen Banken offenbar schwierig, überhaupt ein Darlehen zu erhalten. Nicht aufgrund so großer Nachfrage, einer unzureichenden Bonität oder Liquidität, sondern weil der Darlehenszinssatz so häufig schwankt, dass Abschlüsse immer wieder verschoben werden müssen. Um Kunden mit einer Zinssenkung aufgrund der Leitzinssenkung zu locken ist es offenbar Praxis, bei einer Leitzinssenkung den Kreditzins stillschweigend kurzfristig um genau den Betrag der Senkung zu erhöhen, um ihn nach ein paar Tagen wieder öffentlichkeitswirksam zu senken.

Natürlich agiert der Großteil der Banken nicht nach diesem Schema, aber trotzdem sollten die Konditionen in jedem Fall genau betrachtet werden. Die Stiftung Warentest weist beispielsweise darauf hin, dass der so verlockend niedrige Zinssatz aus der Werbung der Bestzinssatz ist, den nur wenige Antragsteller mit bester Bonität und hohem Eigenkapital-Anteil erhalten. Andere sehr attraktive Zinssätze werden nur für fünf Jahre festgeschrieben: Das Darlehen läuft nach dieser Zeit aus – die danach mit Sicherheit notwendige Anschlussfinanzierung wird nach aktuellen Einschätzungen von Experten schon allein dadurch teurer, weil der Leitzins und mit ihm auch alle anderen Zinsen bis dahin wieder steigen dürften.

Die derzeit als optimale Mischung aus Einsparung und Sicherheit angepriesenen Kombidarlehen sind mit Vorsicht zu genießen: Sie bestehen aus einem fixen und einem variablen Darlehensteil, der variable Teil wird zum aktuell gültigen Zinssatz verzinst. Da die Zinsen zukünftig tendenziell eher steigen als fallen werden, ist dieses Angebot wenig empfehlenswert.

ING-DiBa ist Deutschlands „Beste Bank 2009“

Seit heute ist es offiziell: Die Ing-DiBa ist die beste Bank Deutschlands, zumindest für das Jahr 2009. Das jedenfalls ergab ein Test des Wirtschaftsmagazins €uro, der seit heute nachzulesen ist. Damit holt die Ing-DiBa bereits zum fünften Mal den Spitzenplatz unter allen getesteten Banken. Platz zwei und drei gingen an comdirect und CortalConsors. Im Auftrag des Magazins waren 48 Banken mit Mystery Calls und Mystery Mails getestet worden.

Untersucht wurden Konditionen und Service u.a. auch im Produktbereich Baufinanzierung. Hier überzeugte die Ing-DiBa mit guten Konditionen ebenso wie mit besonderem Service. So liegt der Zinssatz für Baufinanzierungen derzeit bei guten 3,75 Prozent. Wer mit dem Gedanken spielt, bei seinem Bau- oder Sanierungsvorhaben ein Darlehen der KfW zu nutzen, profitiert von besonderen Konditionen: Die Ing-DiBa gewährt 0,25 Prozent Rabatt auf den Zinssatz der KfW. Das ohnehin bereits durch Bundeszuschüsse vergünstigte Darlehen wird so also noch einmal deutlich günstiger, was erhebliche Einsparungen für Bauherren bedeutet. Auf ihrer Webseite informiert die Ing-DiBa, welche aktuellen KfW-Programme derzeit über ihre Mitarbeiter beantragt werden können.

Auch in Sachen Service überzeugt die Ing Kunden wie Tester: Anträge können bei Europas größter Direktbank direkt online gestellt werden, aber auch eine unverbindliche Online-Vorprüfung ist möglich.

Die Ing-DiBa ist aber nicht nur nach objektiven Maßstäben die „Beste Bank 2009“: Eine zeitgleich erhobene, umfangreiche Umfrage unter 130.000 Bankkunden brachte zutage, dass die Bank auch von Kunden Bestnoten erhält. So wundert es nicht, dass sie auch den Titel „Beliebteste Bank 2009“ für sich verbuchen kann.

Baukredit für Selbständige?

In der Finanzwelt haben es Selbständige nicht leicht: Sie tragen nicht nur das alleine unternehmerische Risiko ihres Unternehmens, häufig stoßen sie auch auf Hindernisse allein aufgrund ihres Status als Selbständige, der meist mit schwankenden Einkommen und erhöhten Ausfallrisiken assoziiert wird. Aber gilt das auch für die Immobilienfinanzierung?

Bei der Baufinanzierung stehen Selbständige vor ganz ähnlichen Problemen wie beispielsweise bei der Beantragung eines Verbraucherkredits oder bei einer Kontoeröffnung: Für die meisten Banken gelten sie als Risiko-Kunden, nur wenige Geldinstitute haben Angebote speziell für Selbständige im Portfolio. So wundert es auch nicht, dass in puncto Baufinanzierung besonders gründlich geprüft wird, ob und zu welchen Konditionen ein Darlehen vergeben werden kann.

Die Prüfung der Kreditanträge Selbständiger verläuft in der Regel sehr streng, generell gilt: Selbständige erhalten niedrigere Beträge zu schlechteren Konditionen. Die Banken begründen dieses Vorgehen mit dem hohen Ausfallrisiko, dem sie in ihrer Kalkulation Rechnung tragen müssen. Interessant dabei: Laut einem Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2008 machen die Banken durchaus Unterschiede zwischen den Selbständigen, Freiberufler haben häufig bessere Karten als Gewerbetreibende. Am schwierigsten ist es für Existenzgründer, ein Baudarlehen zu erhalten: Ihr Antrag wird in der Regel abgelehnt, wenn sie nicht mindestens drei Jahre selbständige Tätigkeit nachweisen können.

Fast noch wichtiger als Verzinsung und Laufzeit sollte für Selbständige, die einen passenden Baukredit suchen, das Thema Flexibilität sein. Als optimal gelten Sondertilgungsrechte, möglichst ohne Aufpreis und unbegrenzt, und eine Option auf Ratenwechsel, falls die Belastung durch das Darlehen zwischenzeitlich doch etwas zu hoch ausfallen sollte. Auch wenn diese Optionen ein Darlehen geringfügig verteuern – verzichten sollte man darauf nicht.

Neuer Ratgeber zur Baufinanzierung von Verbraucherzentralen

Eine aktuelle Studie hat es erst vor kurzem wieder belegt: Die Deutschen erfüllen sich zwar gern ihren Traum von den eigenen vier Wänden, mit der Baufinanzierung beschäftigen sie sich häufig allerdings keinesfalls in dem Maße wie es notwendig wäre. Die Meisten verzichten sogar auf einen größeren Vergleich der Konditionen und nehmen das erstbeste Angebot, das ihnen verbindlich unterbreitet wird. Dass sie sich damit erhebliche Mehrkosten aufhalsen als notwendig wäre, dämmert den Meisten erst Jahre später.

Dabei sind Information und Angebotsvergleich unter den Anbietern von Immobilienfinanzierungen gar nicht so schwierig und zeitaufwändig wie man denkt: Mithilfe geeigneter Partner kann ein solcher Vergleich sogar sehr schnell und unkompliziert erfolgen. Die zeitliche Investition zahlt sich meist in barer Münze aus: Schon wenige Zehntel Prozentpunkte weniger können Ersparnisse im fünfstelligen Bereich nach sich ziehen.

Ein guter Partner beim Auffinden einer passenden Baufinanzierung sind die Verbraucherzentralen: Unabhängig analysieren ihre Experten in individuellen Gesprächen die Lage jedes Interessenten und erarbeiten mit ihm die passende Lösung. Wer einige Vorkenntnisse mitbringt, kann den Prozess ein wenig abkürzen – und tut sich selbst damit einen großen Gefallen, weil er mit ein bisschen Grundwissen versteht, worauf bei einer Immobilienfinanzierung generell zu achten ist. Informationen in Hülle und Fülle findet man in diverser Fachliteratur oder im Internet, aber auch bei den Verbraucherzentralen selbst: Informationsbroschüren und Ratgeber können direkt beim Bundesverband oder den einzelnen Verbraucherzentralen angefordert werden.

Wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen kürzlich bekannt gab ist derzeit eine aktualisierte Neuauflage des Ratgebers „Die Baufinanzierung – Planung und Strategien“ erschienen. Auf 176 Seiten erfahren Interessenten hier Grundlegendes zu Planung und Umsetzung einer Baufinanzierung. Der Ratgeber kommt auf Wunsch per Post ins Haus und kostet 17,50 Euro, zu bestellen per Post oder Mail.

Bauwerksbegrünung: Ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Manchmal kann die Verbindung von ökologischem und ökonomischem Nutzen ganz einfach sein: Wer sein Traumhaus baut hat neben den eigentlichen Baukosten natürlich auch die Kosten im Auge, die zukünftig als Nebenkosten anfallen werden. Angesichts immer weiter steigender Energiekosten liegt es im Interesse eines jeden Bauherren, so Energie sparend wie möglich zu bauen, um die monatlichen Fixkosten, die nach dem Einzug anfallen, auf Dauer so gering wie möglich zu halten. Häufig stellt sich beim Bau die Frage: Lohnt sich ein finanzieller Mehraufwand für Maßnahmen, die möglicher Weise Energie einsparen helfen?

Die Antwort darauf muss heißen: Ja, in fast jedem Fall. Natürlich treiben Maßnahmen wie eine Dachbegrünung zunächst einmal die Baukosten einer Immobilie in die Höhe. Zumal eine Dachbegrünung nicht bei allen Dächern möglich ist, sie also Einfluss auf die gesamte Gestaltung des Hauses haben kann. Andererseits spielt sie aber die Rolle einer natürlichen Klimaanlage und verbessert das Klima am und im Gebäude: An kalten Tagen hilft die Dachbegrünung, die Wärme zu halten, an heißen Tagen isoliert sie ebenfalls und erzeugt somit eine natürliche Kühlung.

Und hier beginnt der große Nutzen einer Dachbegrünung: Einmal angelegt ist sie relativ pflegeleicht und hilft über einen längeren Zeitraum, Energiekosten einzusparen. Zudem kann sie im Idealfall eine Klimaanlage und in Kombination mit anderen Maßnahmen auch eine Heizung ersetzen und so für ein gesundes, angenehmes Wohnklima sorgen. Ebenfalls ein Plus: Eine Dachbegrünung liegt nicht nur auch bei Wohnimmobilien voll im Trend, als Bestandteil des Ökologischen Bauens kann sie auch noch mit Fördermittel in Form eines Direktzuschusses mitfinanziert werden.

Hausbank vs. Direktbank

Die Zeiten, in denen man wie selbstverständlich zur Hausbank seines Vertrauens ging um ein Darlehen zu beantragen scheinen vorbei: Der Markt für Immobilienfinanzierungen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Neben den klassischen Filialbanken bieten auch Direktbanken und regelrechte Kredit-Discounter ihre Dienste an. Aber was macht eigentlich den Unterscheid aus?

Eine pauschale Antwort darauf zu geben fällt nicht leicht, da sich gerade in der Finanzkrise einige Dinge relativiert haben. Generell ist davon auszugehen, dass eine Hausbank einen Beratungsservice anbietet. Gerade unerfahrene Bauherren sollten diesen Service auch nutzen: Eine schlecht passende Baufinanzierung kann im Vergleich zu einer „Maßanfertigung“ Mehrkosten in fünfstelliger Höhe verursachen. Der Nachteil: Berater vor Ort kosten Geld, Immobiliendarlehen der Hausbank müssten also spürbar teurer sein als Darlehen von Direktbanken. Interessanter Weise ist das derzeit nicht immer der Fall: Einige Filialbanken können durchaus mit den Angeboten der Discounter mithalten, was wohl auch diversen Risikoaufschlägen in individueller Höhe geschuldet ist.

Filialbanken sind nicht die einzigen, die Beratungsleistungen bieten: Interessenten finden auch bei Geldvermittlern Rat und Hilfestellung. Wer großen Wert auf unbedingte Unabhängigkeit legt, wendet sich am besten an die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen, die ebenfalls in Sachen Immobilienfinanzierung beraten und dabei helfen, das optimal passende Angebot zu finden.

Der große Vorteil von Direktbanken besteht darin, dass sie zum Teil deutlich günstigere Konditionen bieten können als Filialbanken. Da sie ihre Produkte meist nur telefonisch oder über das Internet vertreiben und keine Beratungsleistungen bieten, sinken ihre Kosten, was sich in günstigeren Konditionen niederschlägt. Theoretisch zumindest, da es immer auf die persönlichen Umstände und die Bonität des Antragstellers ankommt. Deshalb gilt: Nur wer vergleicht, findet das wirklich passende Angebot.

Zeichen auf Baugeld-Verteuerung mehren sich

Die jüngste Senkung der europäischen Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) hat Anleger verunsichert und Darlehensnehmer erfreut: Der Leitzins, der nun nur noch bei mageren 1,0 Prozent liegt, hat Darlehen verbilligt und das Sparen zumindest derzeit relativ unattraktiv gemacht. Alle Darlehen? Genau da liegt der Irrtum: Für Baugeld gelten andere Regeln als für Verbraucherkredit und Dispo.

Baugeld-Experten wissen es längst: Der Zinssatz für Immobiliendarlehen orientiert sich nicht direkt am Leitzins, der damit weder einen direkten noch einen großen Einfluss auf die Bauzinsen hat. Viel eher beeinflussen persönliche Faktoren des Darlehensnehmers und die Ziele des Kreditinstituts die Gestaltung des Zinssatzes. Wer ein Darlehen zur Immobilienfinanzierung aufnimmt, muss über eine ausreichend hohe Bonität, so viel Eigenkapital wie möglich und ein hohes, sicheres Einkommen verfügen, um sich den niedrigsten Zinssatz sichern zu können. Zur Anhebung der Darlehenszinsen kommt es dann, wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind oder aber wenn die Bank ihre Kreditzinsen generell erhöht, um ihre Renditeziele zu erreichen.

Nach Meinung des Bundesverbandes Deutscher Banken stehen die Zeichen derzeit aber auch noch aus anderen Gründen auf Zinsanstieg: Nur ein sehr kleiner Teil der Geldversorgung auf den Märkten ist abhängig vom EZB-Leitzins. In der Folge kann auch nicht erwartet werden, dass die Leitzinssenkung direkt auf den Kreditzins umgelegt und somit an die Kreditnehmer weitergegeben wird. Zudem sind in jüngster Zeit die Zinsen für Staatsanleihen und Pfandbriefe gestiegen. Das wiederum hat großen Einfluss auf die Bauzinsen, schließlich werden Immobilienkredite häufig zu einem großen Teil damit refinanziert. Steigen hier die Zinsen, ist eine Zinssteigerung beim Baugeld die logische Konsequenz.

Ab sofort Baukredite bis 30.000 Euro ohne Grundschuld

Auf Beschluss der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wurde die Bausparkassenverordnung, Grundlage für das Engagement von Bausparkassen, kürzlich geändert – was privaten Bauherren deutliche Vorteile verschafft. Ab sofort dürfen Bausparkassen Darlehen bis zu einer Höhe von 30.000 Euro vergeben, ohne eine Grundschuld eintragen zu lassen. Die Änderung findet Applaus sowohl bei den Darlehensnehmern als auch bei den Bausparkassen: Die derzeit sehr zinsgünstigen Kredite können so in vielen Fällen ausgezahlt werden, ohne dass zusätzliche Kosten für die Eintragung der Grundschuld entstehen.

Natürlich reichen 30.000 Euro in der Regel nicht zum Erwerb eines Eigenheims aus. Eigenheimbesitzer, die eine energieeffiziente Sanierung durchführen möchten, dürften sich jedoch freuen, sie profitieren wohl am meisten von der Neuregelung. Aber nicht nur eine Bestandssanierung oder ein energieeffizienter Umbau werden durch die Neuregelung einfacher, auch ein altersgerechter Umbau oder ein Umbau aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung werden so erleichtert. Durch den Wegfall der Gebühren bei der Eintragung ins Grundbuch kann der ausgezahlte Kreditbetrag tatsächlich vollständig zur Modernisierung oder Sanierung genutzt werden.

Bisher war es für die Bausparkassen in verschiedenen Fällen möglich, Darlehen in Höhe von 5.000, 10.000 oder 15.000 Euro ohne Eintragung der Grundschuld zu vergeben. Mit der Veränderung der Rahmenbedingungen durch die Bafin werden zum einen die Höchstbeträge an die Preisentwicklung angepasst, zum anderen kann auf diese Weise der bürokratische Aufwand bei der Kreditvergabe deutlich reduziert werden. Um eines kommen Kunden und Bausparkassen allerdings nach wie vor nicht herum: Die Prüfung der Bonität bzw. der individuellen Kreditrisiken im Vorfeld der Kreditvergabe.

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