In unserem gestrigen Beitrag haben wir ja bereits darauf hingewiesen: Die Baugeld-Zinsen werden aller Voraussicht nach nicht mehr fallen sondern in den nächsten Wochen und Monaten tendenziell steigen. Natürlich sollte nun niemand in aller Eile noch ein Baudarlehen abschließen. Wer aber ein Objekt in Aussicht oder sein Traumhaus bereits fertig geplant hat, sollte die Gunst der Stunde nutzen. Natürlich spielt dabei auch eine Rolle, wie gut die Vorarbeit des Antragstellers ist: Hat sich ein Bauherr in spe gut über mögliche Anbieter und Konditionen informiert und bereits alle wichtigen Angaben für eine Antragstellung gesammelt, kann der Darlehensantrag natürlich deutlich schneller bearbeitet und genehmigt werden. Und je schneller er eingereicht und bearbeitet wird, desto früher können natürlich die noch sehr guten Konditionen in Anspruch genommen werden.
Zur perfekten Vorbereitung für die Beantragung des Immobiliendarlehens zählt insbesondere die Zusammenstellung aller relevanten Unterlagen, die Aufschluss über das Einkommen, das verfügbare Eigenkapital und die Verbindlichkeiten geben. Allein das zur Verfügung stehende Einkommen zu ermitteln kann dabei deutlich komplizierter sein als manche Antragsteller glauben. Dazu zählt nämlich längst nicht nur das Gehalt, sondern auch Einkommensquellen wie Kindergeld, Unterhalt, Neben- und Zusatzeinkünfte uvw. Empfehlenswert ist es, der Bank möglichst viele, langfristig verfügbare Einkommensquellen aufzulisten – das kann durchaus positiven Einfluss auf die Kreditentscheidung nehmen.
Ebenfalls sehr von Vorteil ist, wenn bereits eine Aufstellung des verfügbaren Eigenkapitals verfügbar ist. Informieren Sie sich im Vorfeld in jedem Fall, was zum Eigenkapital zählen kann – etwa die Muskelhypothek, stille Reserven oder ein KfW-Darlehen. Am Schluss steht die ehrliche (!) Auflistung der Verbindlichkeiten und regelmäßigen Ausgaben. Offene Ratenkredite sind für die Banken hier von besonderem Interesse.
