Immobilienfinanzierung immer noch riskant

Zuerst die Immobilienkrise, dann die Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Vertrauen der Verbraucher in Politik und Wirtschaft nicht unbedingt gestärkt. Viele, die mit dem Gedanken spielen ein Eigenheim zu erwerben, zeigen sich trotz Bau- oder Kaufabsicht zurückhaltend. Dabei ist gerade jetzt ein perfekter Zeitpunkt für Baufinanzierungen – zumindest sofern man der Werbung von Banken und Finanzvermittlern glaubt.

Der Bau oder Kauf eines Eigenheims, so die Banken, war schon immer eine lohnenswerte Anlage und eine sehr gute Form der Altersvorsorge. Was unter normalen ökonomischen Bedingungen gilt, gilt umso mehr unter Krisenbedingungen, wie wir sie auch heute noch haben. So weit, so richtig. Die Banken empfehlen daher unschlüssigen Verbrauchern, nicht lange zu zögern und sich den Traum vom Eigenheim zu den jetzt noch sehr guten Konditionen zu erfüllen.

Betrachtet man die Situation genauer, stellt sich aber schnell Misstrauen auf Verbraucherseite ein: Nach wie vor machen schwarze Schafe unsaubere Geschäfte und täuschen Verbraucher auf unterschiedlichste Weise. Sehr gern greift man dabei zu versteckten Gebühren, Sonderklauseln oder einer generell schlechten oder unvollständigen Beratung. Da viele Verbraucher in diesem Bereich unsicher und auf den Rat von Experten (oder „Experten“) angewiesen sind, zahlt so mancher Bauherr länger oder zu viel ab und ärgert sich im Nachhinein schwarz darüber.

Um eine solche Enttäuschung zu vermeiden hilft nur eines: Verbraucher sollten sich nie nur auf die Aussagen eines einzelnen Beraters verlassen. Stattdessen bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich zumindest einen groben Marktüberblick zu verschaffen und die Hilfe unabhängiger Finanzprofis in Anspruch zu nehmen, die bei einem Vergleich mehrerer Angebote hilfreich zur Seite stehen.

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