Ab sofort Baukredite bis 30.000 Euro ohne Grundschuld

Auf Beschluss der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wurde die Bausparkassenverordnung, Grundlage für das Engagement von Bausparkassen, kürzlich geändert – was privaten Bauherren deutliche Vorteile verschafft. Ab sofort dürfen Bausparkassen Darlehen bis zu einer Höhe von 30.000 Euro vergeben, ohne eine Grundschuld eintragen zu lassen. Die Änderung findet Applaus sowohl bei den Darlehensnehmern als auch bei den Bausparkassen: Die derzeit sehr zinsgünstigen Kredite können so in vielen Fällen ausgezahlt werden, ohne dass zusätzliche Kosten für die Eintragung der Grundschuld entstehen.

Natürlich reichen 30.000 Euro in der Regel nicht zum Erwerb eines Eigenheims aus. Eigenheimbesitzer, die eine energieeffiziente Sanierung durchführen möchten, dürften sich jedoch freuen, sie profitieren wohl am meisten von der Neuregelung. Aber nicht nur eine Bestandssanierung oder ein energieeffizienter Umbau werden durch die Neuregelung einfacher, auch ein altersgerechter Umbau oder ein Umbau aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung werden so erleichtert. Durch den Wegfall der Gebühren bei der Eintragung ins Grundbuch kann der ausgezahlte Kreditbetrag tatsächlich vollständig zur Modernisierung oder Sanierung genutzt werden.

Bisher war es für die Bausparkassen in verschiedenen Fällen möglich, Darlehen in Höhe von 5.000, 10.000 oder 15.000 Euro ohne Eintragung der Grundschuld zu vergeben. Mit der Veränderung der Rahmenbedingungen durch die Bafin werden zum einen die Höchstbeträge an die Preisentwicklung angepasst, zum anderen kann auf diese Weise der bürokratische Aufwand bei der Kreditvergabe deutlich reduziert werden. Um eines kommen Kunden und Bausparkassen allerdings nach wie vor nicht herum: Die Prüfung der Bonität bzw. der individuellen Kreditrisiken im Vorfeld der Kreditvergabe.

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