Enev 2009: Strengere Regeln für Hausbesitzer

Die Energieeinsparverordnung 2009 ist beschlossene Sache: Gestern wurde sie im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt zum 01. Oktober 2009 in Kraft. Mit der Verordnung sind strengere Vorgaben für Neubauten und Modernisierungen zu erfüllen, die helfen sollen, den Energieverbrauch einer Immobilie zu senken.

Änderungen ergeben sich konkret für Neubauten und Modernisierungen, die Dämmung von Dachböden und Nachtspeicherheizungen. Für neu erbaute Wohngebäude sinkt demnach der zulässige Jahresenergiebedarf um durchschnittlich 30 Prozent. Im Durchschnitt um 15 Prozent steigen dabei die Anforderungen an die Wärmedämmung. Die 30-Prozent-Regel gilt auch bei Modernisierungen: Die einzelnen Bauteile dürfen bei größeren Maßnahmen wie der Modernisierung von Dach oder Fenstern nur noch durchschnittlich 30 Prozent weniger Wärme durchlassen. Modernisierer müssen sich künftig vom Bauunternehmen bestätigen lassen, dass die Vorschriften eingehalten wurden.

Für Dachböden gilt zukünftig: Die oberste begehbare Geschossdecke eines Hauses muss bis spätestens 2011 gedämmt werden, wenn das Dach ungedämmt ist. Mindestens 30 Jahre alte Heizungen müssen ab Januar 2020 außer Betrieb genommen werden. Diese Regelung gilt allerdings nur für Gebäude mit mindestens sechs Wohneinheiten.

Was den Stichtag betrifft, gilt: Wird der Bauantrag vor dem 01. Oktober gestellt oder wird die Bauanzeige vor diesem Stichtag veröffentlicht, gilt noch die alte Verordnung.

In Folge der neuen Energieeinsparverordnung werden sich vielen Immobilienbesitzer gezwungen sehen, in den nächsten Jahren Modernisierungen durchzuführen, um ihren Energieverbrauch zu senken. Ratsam wäre dies allemal: Die Energiepreise steigen unaufhörlich, sodass eine Modernisierung das monatliche Budget auf Dauer deutlich entlasten könnte. Häuslebauer, die eine Energie sparende, aber leider auch teurere Bauweise nicht nutzen möchten, müssen bis zum 30. September handeln und mit dem Bau beginnen.

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