Grundbuch statt Sparbuch

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch den deutschen Immobilienmarkt erreicht – allerdings in nicht immer negativem Sinne. Das Vertrauen der Verbraucher in Finanzinstitute und ihre Anlageprodukte ist in den vergangenen Monaten angesichts von Bankenpleiten und anderen Ausnahmesituationen spürbar gesunken. Wer noch ein wenig Vertrauen hat beobachtet argwöhnisch, wie die Zinsen seit Monaten immer weiter sinken und sucht händeringend nach lohnenden Alternativen. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen der Devise „Grundbuch statt Sparbuch“ folgen: Eine Immobilie gilt vielen auch heute noch als Inbegriff von Wertbeständigkeit und Sicherheit in unruhigen Zeiten. Kurz gesagt: Wer kann, investiert derzeit in Immobilien.

Zu den Käufern zählen nicht nur vermögende Anleger, die eine Immobilie gar nicht selbst nutzen sondern eher vermieten möchten. Häufiger findet man unter ihnen auch junge Leute, die zum einen ihr Geld und möglicherweise das ihrer Eltern oder Geschwister relativ sicher anlegen möchten und zum anderen damit natürlich auch Altersvorsorge betreiben wollen. Der Effekt: Gerade in beliebten Wohnlagen ist es plötzlich gar nicht mehr so einfach, eine passende Immobilie zu finden, die Suche kann eventuell länger dauern als geplant. Wer nicht kaufen, sondern bauen will, möglichst individuell, muss häufig länger als sonst üblich auf einen Termin beim Architekten seiner Wahl warten – sie sind zurzeit einfach stark ausgelastet.

In Bezug auf die Baufinanzierung sollte angesichts dieser Lage der zeitliche Rahmen für die Immobiliensuche oder die Immobilienplanung besondere Beachtung finden. Zu beachten ist: In der Regel muss ein Darlehen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgerufen werden, sonst drohen Strafzinsen.

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  1. […] die private Rentenversicherung, die sich allerdings auch den Klassikern Immobilienbesitz, Gold und Sparbuch geschlagen geben muss. Derzeit weniger angesagt sind Investmentfonds und Aktien, der tiefe Fall der […]

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