Wer schon länger mit dem Gedanken spielt, in die eigenen vier Wände zu ziehen, sollte den Zeitpunkt nutzen: Selten zuvor war es so günstig und empfehlenswert, eine Immobilie zu erwerben oder zu kaufen. Den meisten Interessierten dürfte es ja bereits bekannt sein: Die Kosten für Baufinanzierungen sind als Folge der Kredit-, Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gesunken. Konnten Bauherren laut dem Baufinanzierungs-Spezialisten Interhyp noch vor einigen Monaten mit 5,x Prozent effektiv rechnen, stehen ihnen heute deutlich günstigere Konditionen zur Verfügung: Beste Bonität und entsprechender Beleihungsauslauf vorausgesetzt sind Baufinanzierungen aktuell bereits ab 4,04 Prozent effektiv zu bekommen.
Durch die relativ niedrigen Zinsen ist es derzeit praktisch möglich, die Finanzierung mit der bisherigen Mietzahlung zu bedienen: Wer beispielsweise Eigenkapital in Höhe von 35.000 Euro und eine Kaltmiete in Höhe von 750 Euro in eine Baufinanzierung einbringt und dabei eine 10jährige Zinsbindung sowie 1% Tilgung vereinbart, kann derzeit ein Eigenheim im Wert von 200.000 Euro erwerben.
Interessant wird die Rechnung auch deshalb, weil der Deutsche Mieterbund unlängst auf die durchschnittlich gezahlten Mieten des vergangenen Jahres aufmerksam machte: Immerhin durchschnittlich 34 Prozent ihres Nettoeinkommens geben die deutschen Mieter demzufolge für das Wohnen aus. Um gut einen Prozentpunkt verteuerten sich die Kosten dafür somit im Vergleich zum Vorjahr. Als Grund für den Anstieg der Mietkosten verweist der Mieterbund zum einen auf erhöhte Betriebs- und Energiekosten, zum anderen aber auch auf erhöhte Mietkosten. Seit 2008 klettern die Mieten nach Angaben des deutschen Immobilienverbands nach oben, um Schnitt betrug die Steigerung im letzten Jahr 1,2 Prozent – in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern sogar zwei bis drei Prozent, Tendenz steigend.

