Novellierung der Energiesparverordnung beschlossen

Die Novellierung der Energiesparverordnung (EnEV 2009) ist beschlossene Sache: Wie erwartet wird die erstmals am 1. Februar 2002 in Kraft getretene Verordnung die energetischen Anforderungen an Neubauten und die Modernisierung von Altbauten anheben.

Der Energieverbrauch in deutschen Haushalten, vor allem bei Heizungen und Warmwasser, ist hoch: Fast 40 Prozent der gesamten Energiemenge, die ein Haus benötigt, geht für diese Energieverbraucher ab. Die Energiesparverordnung wurde eingeführt, um genau das zu ändern: Mit ihrer Hilfe soll der Verbrauch um 30 Prozent gesenkt und somit ein Niedrigenergiestandard etabliert werden. Die jetzt beschlossene Novelle, die im Herbst 2009 in Kraft treten soll, setzt an zwei Punkten an: Einer Aufstockung der staatlichen Fördermittel und einer verbindlichen Senkung des Energieverbrauchs. In Bezug auf die bereits heute zur Verfügung stehenden Fördermittel kündigte Bauminister Tiefensee eine Aufstockung an, sodass sich Umbauten und der Einbau energiesparender Warmwasser- und Heizanlagen für Bauherren rentieren. Bezüglich der angestrebten Senkung des Energieverbrauchs sind u.a. verbindliche Vorgaben für die Dämmung und die Verwendung energiesparender Heizungen angedacht. So sieht die Novelle vor, dass bis 2011 begehbare Geschossdecken gedämmt werden müssen, wenn das Dach darüber ungedämmt ist. Ab dem Jahr 2020 sollen zudem Nachstromspeicherheizungen außer Betrieb genommen werden. Die Einhaltung der Vorschriften bei Modernisierungen sollen die ausführenden Unternehmen künftig nachweisen müssen.

Zukünftige Bauherren, die sich jetzt in der Planungsphase ihres Hausbaus befinden tun also gut daran, die Vorschriften dieser Novelle bereits in ihre Planung einzubeziehen. Nicht nur weil bei Nichteinhaltung Geldbußen drohen sondern auch, weil sich eine Immobilie, deren Energieausweis den neuesten geforderten Stand ausweist, schneller und besser vermietet werden kann.

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