Wie fördern Bund und Länder?

Eine Baufinanzierung ist bekanntlich zurzeit sehr günstig zu haben, vorausgesetzt die Bonität stimmt, genügend Eigenkapital ist vorhanden und die Laufzeit ist nicht zu lang gewählt. Was aber, wenn diese Voraussetzungen nicht oder nur teilweise gegeben sind? Wie ist es dann möglich, die Baufinanzierung so günstig wie möglich zu gestalten?

Viele Finanzierungsexperten verweisen gern auf das Angebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Ihre Darlehens- und Förderprogramme verhelfen Bauherren zu besonders günstigen Konditionen ins Eigenheim. Die KfW-Programme zählen aber nicht allein zur Förderung des Bundes: Auch Wohnungsbauprämie, Riester-Förderung und Lastenzuschuss unterstützen zukünftige Bauherren in ihrem Vorhaben. Die Wohnungsbauprämie wird allen Bauherren gewährt, die ein bestimmtes Höchsteinkommen nicht überschreiten, die Riester-Bauförderung steht allen Immobilienkäufern zu, die einen Riester-Vertrag unterhalten. Der Lastenzuschuss wird dann gewährt, wenn Immobilieneigentümer mit selbst genutztem Wohnraum die Belastung – in den meisten Fällen also die Rückzahlung der Darlehensraten – nicht mehr leisten können.

Darüber hinaus fördern aber auch die Bundesländer, Gemeinden und Gemeindeverbände unter bestimmten Voraussetzungen den Bau oder Kauf von Eigenheimen mit günstigen Darlehen oder Zuschüssen. Dabei ist zu beachten, dass in der Regel eher einkommensschwache oder kinderreiche Familien zum Förderkreis zählen. Erhältlich sind die Fördermittel direkt bei den zuständigen Behörden: In Baden-Württemberg und Niedersachsen sind dies die Wohnungsbauförderungsstellen der Landratsämter und Stadt- und Gemeindeverwaltungen, in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen sind es ebenfalls die Landratsämter und Stadtverwaltungen. In den anderen Bundesländern sind zumeist landeseigene Investitionsbanken für die Wohnbauförderung zuständig. Keine Förderung des Landes ist aktuell in den Ländern Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und Sachsen verfügbar.

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