Eigenheimfinanzierung im Test

Die Zinsen befinden sich auf einem Rekordtief, die Konditionen sind flexibel wie nie: Zeit für die Stiftung Warentest, Baufinanzierungen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Prinzipiell stimmt das Umfeld: Aufgrund der Finanzkrise befinden sich die Hypothekenzinsen im Keller, eine Immobilienfinanzierung ist bereits für vier Prozent effektiv zu haben. In Kombination mit flexiblen Darlehenskonditionen wie etwa einer Zinsfestschreibung nach Wunsch oder Sondertilgungsrechten ist es derzeit also möglich, sehr günstig an ein sehr kundenfreundliches Produkt zu gelangen.

Im Vergleich von 89 Finanzinstituten und Baugeldvermittlern aber wartet eine große Überraschung: Nicht die Direktbanken dominieren wie bisher die Rangliste der günstigsten Anbieter, die Regionalbanken mit ihren Filialen vor Ort sind es, die aktuell die günstigen Konditionen anbieten. Selbst Baugeldvermittler können momentan mit den sehr günstigen Angeboten von Sparkasse, Volksbank & Co. nur schlecht mithalten.

Nach wie vor gilt jedoch: Vergleichen Sie die Konditionen. Ein Baukredit ist immer eine individuelle Vereinbarung zwischen Kunde und Bank, basierend auf den persönlichen finanziellen Umständen – DEN günstigsten Baukredit gibt es also nicht. Dass ein Vergleich sich in jedem Fall lohnt, zeigt Stiftung Warentest an einem Beispiel, in dem der Zinsunterschied zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter sagenhafte 87.400 Euro beträgt.

Um die Finanzierung noch günstiger zu gestalten, sollten Sie auch in Erwägung ziehen, eines der günstigen und nachrangig ausgegebenen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu beantragen, mit dem Sie ihren Beleihungsauslauf im besten Fall unter 60 Prozent senken können – was Topzins-Konditionen und somit eine deutliche Ersparnis bedeutet. Zudem bieten sich auch Riester-Darlehen zur Eigenheimfinanzierung an. Sie lohnen sich aber nicht in jedem Fall und werden aktuell nur von wenigen Finanzierern angeboten.

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