Riesterdarlehen, die bei ihrer Einführung im letzten Jahr noch argwöhnisch beobachtet wurden, gelten derzeit als sehr empfehlenswerte Form der Baufinanzierung. Nicht nur, dass Finanztest, ein Ableger der Stiftung Warentest, zu Jahresbeginn die zurzeit erhältlichen Riester-Produkte durchweg als gut einstufte – mit den Riesterdarlehen lässt sich auch bares Geld sparen.
Zur Finanzierungskosten-Sparhilfe dient ein Riesterdarlehen gleich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen liegen die Zinsen für Riesterdarlehen derzeit aufgrund der Finanzkrise äußerst niedrig, Baufinanzierungen können bereits mit einem Zins unter vier Prozent realisiert werden. In den letzten Monaten lagen die Zinsen für ein günstiges Riesterdarlehen zum Teil sogar unter dem Zinssatz für eine herkömmliche Baufinanzierung. Aber selbst wenn ein Riesterdarlehen geringfügig teurer als eine herkömmliche Baufinanzierung sein sollte: Solange die Differenz nicht mehr als einen halben Prozentpunkt beträgt, ist das Riesterdarlehen trotzdem das günstigere Finanzierungsmittel. Möglich machen das Zulagen und Steuervorteile, die zusammen mit relativ niedrigen Finanzierungszinsen eine mögliche Finanzierungsersparnis von bis zu 50.000 Euro ermöglichen können. Experten raten daher, nicht nur die Baufinanzierungsangebote zu vergleichen bzw. vergleichen zu lassen, sondern auch Finanzierungsangebote mit und ohne Riester-Förderung erstellen zu lassen. Nur so kann wirklich das günstigste Finanzierungsangebot identifiziert werden.
Riesterdarlehen sind im Grunde genommen nichts anderes als herkömmliche Immobiliendarlehen, die in monatlichen Raten zurückgezahlt werden müssen. Die Raten bestehen aus Zins- und Tilgungsteil. Der Unterschied ist aber: Im Gegensatz zur herkömmlichen Baufinanzierung kann das Riester-Sparen mit seinen Zulagen und Steuervorteilen zur Baufinanzierung genutzt werden, der Staat tilgt also mit. Allerdings gilt es einige Dinge zu beachten: So müssen bei einer Riester-Entnahme bis Dezember 2009 mindestens 10.000 Euro zur Baufinanzierung verwendet werden.
