Baufinanzierung: Hausbanken werden zu Baugeldvermittlern

Im Bereich der privaten Immobilienfinanzierung ist es in den vergangenen Jahren zu grundlegenden Veränderungen gekommen. Lange Zeit wurde der Markt eindeutig von Hausbanken bzw. von den regionalen Banken dominiert. Doch seit einigen Jahren verlieren diese Geldinstitute zunehmend mehr Marktanteile an die Direktbanken. Denn sowohl die Direktbanken als auch die so genannten Baugeldvermittler haben das Geschäft deutlich verändert: Sie warten mit besonders günstigen und häufig auch sehr flexiblen Darlehensangeboten auf – da können die regionalen Banken schlichtweg nicht mithalten.

Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass immer mehr Regionalbanken die Entscheidung treffen, ebenfalls auf das Vermittlerkonzept umzusteigen oder zumindest das eigene Finanzierungsangebot zu erweitern. Hierbei erhalten die Kunden eine persönliche Beratung direkt vor Ort und können aus einer Vielzahl von Finanzierungsangeboten wählen, die von unterschiedlichen Banken, zumeist Direktbanken stammen. Auf diese Weise befinden sich die regionalen Geldinstitute wieder in der Lage, ebenfalls mit günstigen Darlehen aufzuwarten: Anstatt mit den Direktbanken um Marktanteile zu kämpfen, bieten sie schlichtweg deren Darlehen an.

Von dieser Entwicklung können vor allem die Kunden profitieren, die sich an das so genannte Direktgeschäft noch nicht herangewagt haben. Es gibt immer noch viele Bankkunden, die sich an Themen wie Onlinebanking etc. schlichtweg nicht heranwagen und sich deshalb auch nur bedingt für die Darlehenslösungen der Direktbanken begeistern können. Ihnen ist es wichtig, einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort zu haben. Sofern man sich selbst zu dieser Kundengruppe zählt und sich auf der Suche nach einem Immobiliendarlehen befindet, sollte man sich ruhig mit mehreren regionalen Banken in Verbindung setzen und einfach nachfragen, ob eine unabhängige Baugeldvermittlung angeboten wird.

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