Steigende Mieten als Chance für Wohneigentum

Der Mietspiegelindex des Hamburger Forschungsinstitut “F+B” hat die Mietspiegel der wichtigsten deutschen Städten und Gemeinden verglichen und kam für 2008 zu dem Ergebnis, dass die Nettomieten um knapp 1,6% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Gleichzeitig befinden sich die Zinsen für Baugeld in einem für künftige Bauherren attraktiven Tief. Diese Kombination gilt es nun zu nutzen, denn wie die Prognosen für Langfristdarlehen für die nächsten Monate aussehen, ist noch relativ ungewiss.

Die Leitzinssenkung der EZB und anderer Zentralbanken hat gleichzeitig zu fallenden Zinsen auf dem Kurzfristanlagemarkt geführt. Doch was Darlehen mit Laufzeiten von 15-30 Jahren angeht, verharren die Kreditzinsen noch weiter unterhalb gewohnter Werte. Dies scheint auch der Trend zumindest für die nächsten Monate zu sein, da der Markt der Langfristdarlehen immer auch verzögert auf die Reaktion der Zinsen für kurzfristige Kredite reagiert. Die Entwicklung der Risikoaufschläge für Kredite durch schwache oder starke Konjunktur- und Arbeitsmarktzahlen prägen demnach die Zinsen für langfristige Darlehen. Insofern bieten steigende und auf hohem Niveau verharrende Mietpreise die Chance für künftige Wohneigentümer, nicht nur ihre Wohnung/ihr Haus zu entsprechenden Preisen zu vermieten. Vielmehr können sich auch mehr und mehr Mieter entscheiden, hohe Mietkosten durch niedrige Baugeldzinsen zu ersetzen und sich ein Angebot einzuholen.

Steigende Nachfrage verteuert zwar einerseits die Darlehen, andererseits sind Bausparkassen und Banken momentan in der Situation, den Zugang zur ohnehin schon knappen Ressource ‚liquides Kapital’ nicht noch durch anziehende Zinsen zu verbauen. Insofern gilt es jetzt für Bauherren, die günstigen Konditionen zu nutzen, nicht auf weiter fallende Zinsen zu spekulieren und langfristige Zinsbindungen auszunutzen.

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