Alternativen zum Bausparvertrag

Bausparverträge sind das klassische Instrument zur Bildung von Eigenkapital. Experten sehen allerdings auch Schwächen in den Angeboten der Bausparkassen: Eine geringe Verzinsung der Guthaben, unflexible Vertragsgestaltungen und die Abschlussgebühr in Höhe von mehr als einem Prozent der Bausparsumme machen Bausparverträge für viele unattraktiv. Die Neuregelung der Wohnungsbauprämie, nach der die Zulage nach Ablauf der Sperrfrist nur dann ausgezahlt wird, wenn mit den Vertragsguthaben nachgewiesenermaßen wohnwirtschaftliche Zwecke verfolgt werden, macht den Klassiker nicht besser.

Fachleute raten zunehmend dazu, andere Wege zu einem Eigenkapitalstock zu nutzen. Die simple Anhäufung von Geld auf einem Tagesgeldkonto kann sich bereits als die bessere Variante entpuppen: Kostenfreie Eröffnung, jederzeitige Verfügbarkeit und bis zu fünf Prozent Zinsen im Jahr machen Bankeinlagen zu einer Alternative. Auch wenn mit dem Sparen auf einem Tagesgeldkonto kein Anspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen erworben wird, können Verbraucher aufgrund der hohen Verzinsung schnell an ihr Ziel gelangen.

Wer schon etwas Kapital angespart hat und risikofreudig ist, kann auch durch den Erwerb von Investmentfonds als Einmalanlage sowie in Form eines Sparplans Eigenkapital ansparen: Mit etwas Glück können außerordentlich hohe Renditen erzielt werden und schon nach fünf oder sechs Jahren ist das Sparziel erreicht. Im Umkehrschluss sind Fondssparpläne allerdings auch mit erheblichen Risiken verbunden: Entwickeln sich die Kapitalmärkte schlecht, steht zum Zeitpunkt des Bau- oder Erwerbsvorhabens möglicherweise weniger Kapital zur Verfügung, als einbezahlt worden ist.

Ganz ohne Bausparvertrag sollte der Weg in die eigenen vier Wände allerdings nicht beschritten werden: Die Riester-Förderung kann in Kombination mit Angeboten der Bausparkassen genutzt werden und bietet gerade Familien spürbare Entlastungen.

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