Immobilien-Krise auf dem Weg nach Europa

Die Krise am amerikanischen Immobilienmarkt, welche für ein weltweites Beben an den Finanzmärkten gesorgt hat, scheint sich inzwischen auch auf den europäischen Markt auszuwirken. Von einem kränkelnden Häusermarkt in Spanien und Großbritannien war zwar bereits mehrfach die Rede, allerdings scheinen die Auswirkungen der Krise inzwischen auch in anderen Ländern Spuren zu hinterlassen. Irland und das Baltikum verzeichnen ebenfalls einen spürbaren Rückgang des Wertes von Immobilien. Gerade Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen werden für die Besitzer im Moment zu einem Verlustgeschäft. Was noch vor wenigen Monaten mit einer saftigen Rendite verkauft werden konnte, entpuppt sich jetzt als Ladenhüter.

Schuld an dieser Entwicklung ist das mangelnde Vertrauen der Banken und Kreditinstitute in den Bereich der Baufinanzierung. Es werden weniger Immobilienkredite vergeben, was natürlich zur Folge hat, dass weniger Häuser auch wirklich einen Käufer finden. Ein Grund für diese Zurückhaltung ist der Umstand, dass sich die Immobiliendarlehen nicht mehr zu lukrativen Paketen zusammenschnüren und am internationalen Kapitalmarkt handeln lassen. Nachdem sich im letzten Jahr viele solcher vermeintlich lukrativen Kreditpakete als wertlos entpuppt haben, will kein Geldinstitut in diesem Bereich das Erste sein und wieder mit Immobiliendarlehen handeln. Dass den Banken hierdurch Kapital für das Kreditgeschäft fehlt, liegt auf der Hand. Zumal die Lage an den nationalen Immobilienmärkten, die in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt haben, weiter angespannt bleibt.

In einigen Ländern scheint die Lage inzwischen so dramatisch, dass sogar die nationalen Steuerungs- und Regelungsgremien bei der Lösung um Hilfe gebeten werden. Daneben scheint die Krise aber auch einen positiven Nebeneffekt zu haben – Schnäppchenjäger können in den betroffenen Staaten auf so manches Sonderangebot hoffen. Gerade in den sonnigen Bundesstaaten der USA tummeln sich wieder verstärkt Käufer aus Europa.

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