Die Weihnachtsfeiertage und damit das bevorstehende Jahresende bieten eine gute Möglichkeit, die vergangenen 12 Monate einmal Revue passieren zu lassen. Für Bauherren und Eigentümer haben sich viele Dinge zum Guten verändert. Die Neuregelung der Wohnungsbauprämie wirkt sich zwar tendenziell ungünstig auf Bauspar-Bemühungen aus: In Zukunft wird der Zuschuss nur dann gewährt, wenn das Vertragsguthaben tatsächlich zur Immobilienfinanzierung genutzt wird. Die Wohnungsbauprämie aber ist insgesamt wenig bedeutsam für den Einzug in die eigenen vier Wände: Nicht einmal 100 Euro im Jahr erhält ein förderberechtigtes Ehepaar. Weitaus wichtiger stellt sich die Entwicklung an den Zinsmärkten dar: Hypotheken sind so billig wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr.
Die Finanzkrise hat die Europäische Zentralbank zu deutlichen Zinssenkungen veranlasst, die zu sehr günstigen Konditionen für Immobilienfinanzierungen geführt haben. Darlehen mit kurzen Laufzeiten sind bereits unter vier Prozent im Jahr erhältlich, und auch langfristige Hypotheken sind derzeit erschwinglich. Besonders günstig zeigen sich Kredite der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau: Mit 1,4 Prozent Nominalzins ist das CO-2-Gebäudesanierungsprogramm die günstigste Variante. Bis zu 50.000 Euro können mit den günstigen Darlehen finanziert werden – Zinsbindung und tilgungsfreie Anlaufjahre inklusive.
Der Wohn-Riester stellt eine weitere, positive Neuerung dar: Staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge können seit diesem Jahr zur Immobilienfinanzierung genutzt werden. Die Kombination aus staatlichen Zuschüssen und Steuervorteilen macht die Eigenheimrente dabei für fast jeden attraktiv und leistet einen zusätzlichen Beitrag zur Vermögensbildung durch Wohneigentum. Familien mit Kindern profitieren besonders: Bis zu 40.000 Euro können die Vorteile insgesamt betragen, so dass der Wohn-Riester weit mehr als nur einen Ersatz für die eingeschränkte Wohnungsbauprämie darstellt.
