Experten: Jetzt energetisch sanieren

Experten raten Verbrauchern dazu, das CO-2-Gebäudesanierungsprogramm der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau in Anspruch zu nehmen und die derzeit sehr günstigen Konditionen dazu zu nutzen, die eigene Immobilie energetisch zu sanieren. Das Darlehensprogramm sieht die Finanzierung von baulichen Maßnahmen vor, die der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden dienen und stellt für derartige Vorhaben bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Die Zinsen sind jüngst erneut gesenkt worden und sehr attraktiv: Kredite mit einer Laufzeit von 20 Jahren, zehn Jahren Zinsbindung und drei tilgungsfreien Anlaufjahren kosten derzeit nur 1,41 Prozent Zinsen effektiv pro Jahr. Die Darlehen werden aus dem Bundeshaushalt subventioniert.

Fachleute sehen in den niedrigen Zinsen eine einmalige Chance, die eigenen vier Wände zu Bestpreisen zu sanieren. Verbraucher sollten sich dabei nicht durch die kommende Rezession abschrecken lassen. Durch die drei tilgungsfreien Anlaufjahre wird die Last deutlich hinausgezögert und die lange Laufzeit ermöglicht niedrige Raten. In den ersten Jahren nach der Maßnahme sollte sich das verfügbare Einkommen der Eigentümer sogar erhöhen: Den 700 Zinskosten, die in der Karenzphase zu entrichten sind, stehen Einsparungen durch die verbesserte Energieeffizienz entgegen.

Der Wert eines Gebäudes kann sich durch die Maßnahmen deutlich erhöhen. Besonders, seit in diesem Sommer der Energiepass für Gebäude verpflichtend eingeführt wurde, achten Käufer wie Mieter verstärkt auf die Energiebilanz eines Objektes, da die Kosten für Heizöl und Co. in den letzten Jahren explodiert sind. Fazit: Dem Haus, der Umwelt und der Konjunktur zuliebe sollten notwendige Maßnahmen jetzt durchgeführt werden – niedrigere Zinsen wird es nicht geben.

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