Bausparkassen erwarten regen Zulauf

Die Bausparkassen könnten als Gewinner aus der weltweiten Finanzkrise hervorgehen. Brancheninsider berichten seit Monaten über verstärkten Zulauf und sehen eigenen Angaben goldenen Zeiten entgegen. Die Verwerfungen an den Finanzmärkten haben offensichtlich das Bedürfnis nach Sicherheit bei den Anlegern wieder in den Vordergrund gerückt und das Interesse an Bausparverträgen und Immobilienbesitz wieder verstärkt. Dass die ab dem kommenden Jahr geltende Neuregelung der Wohnungsbauprämie durch den Gesetzgeber ursächlich für die guten Geschäfte ist, schließen Fachleute indes aus: Die Wohnungsbauprämie ist insgesamt von ihrem Volumen her zu geringfügig, als dass sie einen derart starken Anreiz setzen könnte, wie es in den vergangenen Monaten augenscheinlich der Fall war.

Auch die Verabschiedung der Eigenheimrente wird nach Einschätzung der Bausparkassen zu mehr Abschlüssen und zu einem wachsenden Volumen im Bereich der Bausparverträge führen. Die Möglichkeit, staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge zur Immobilienfinanzierung zu nutzen und dabei durch Zuschüsse und Steuervorteile gleichermaßen zu profitieren lockt bereits jetzt, nur wenige Wochen nach der Marktreife der ersten Produkte, die Kundschaft. Besonders für Familien ist der „Wohn-Riester“ nach Ansicht von Experten eine große Hilfe: Zulagen und Steuervorteile können sich im günstigsten Fall auf rund 40.000 Euro, bezogen auf den gesamten Finanzierungszeitraum, belaufen und so einen spürbaren Beitrag zu Tilgung der Hypothek leisten.

Durch die Einführung der Abgeltungsteuer werden Bausparverträge zusätzlich attraktiver: Der Zinsvorteil, der durch die Vergünstigung des Bauspardarlehens erworben wird, unterliegt nicht der Steuerpflicht und kann so vollständig genutzt werden. Fazit: Das verstaubte Image von Bausparverträgen ist endgültig passe – Sicherheit und Solidität sind im Jahr 2008 wieder „in“!

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