KfW senkt Zinsen im Wohneigentumsprogramm

Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau hat mit Wirkung zum 11.12.08 die Zinsen im Wohneigentumsprogramm gesenkt und trägt damit den jüngsten Entwicklungen an den Kapitalmärkten Rechnung. Darlehen mit 20 Jahren Laufzeit und drei tilgungsfreien Anlaufjahren kosten mit einer Zinsbindung von 5 Jahren 4,27 Prozent, bei einer Zinsfestschreibung über 10 Jahre 4,68 Prozent und bei Zinssicherheit über 15 Jahre 4,99 Prozent Zinsen im Jahr (jeweils effektiv). Finanzierungen mit Laufzeiten von 35 Jahren und fünf tilgungsfreien Anlaufjahren kosten mit einer Zinsbindung über 5 Jahre 4,27 Prozent Zinsen, bei einer Zinsfestschreibung über 10 Jahre sind 4,73 Prozent Zinsen fällig und bei 15 Jahren Zinsbindung müssen Kreditnehmer 5,05 Prozent Zinsen entrichten.

Das KfW-Wohneigentumsprogramm ermöglicht die Finanzierung von selbstgenutzten Immobilien und stellt dazu bis zu 30 Prozent der Investitionskosten zur Verfügung (maximal 100.000 Euro je Wohneinheit). Der besondere Vorteil: Die Hypotheken können nachrangig im Grundbuch eingetragen werden und stellen aus Sicht anderer an der Finanzierung beteiligter Banken einen Ersatz für Eigenkapital dar. Dadurch reichen häufig bereits 10 Prozent Eigenkapital aus, um Aufschläge auf die Darlehenszinsen, die von den meisten Banken bei Krediten mit einem Beleihungsauslauf von mehr als sechzig Prozent erhoben werden, zu umgehen.

Darlehen der KfW werden über das Hausbankverfahren ausgereicht und alle erforderlichen Anträge müssen bei der Bank oder Sparkasse und nicht bei der Förderbank direkt eingereicht werden. Interessenten, die ihre Finanzierung über einen Hypothekenvermittler planen, können auf Wunsch in der Regel problemlos Darlehen der KfW mit solchen privater Kreditinstitute kombinieren.

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