Eigenheime in Deutschland sind günstig

Die eigenen vier Wände sind in Deutschland erschwinglicher als in vielen anderen Ländern Europas. Nach einer Studie der Landesbausparkasse LBS kosten in Großbritannien und den Niederlanden Einfamilienhäuser rund 25 Prozent mehr als in der Bundesrepublik. In Schweden und Italien haben sich die Häuserpreise in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt, während hierzulande nur ein moderater Anstieg von einigen Prozent zu verzeichnen war. Besonders stark haben die Preise in Spanien angezogen: Heute müssen Käufer für Eigenheime weit mehr als doppelt so viel zahlen wie noch vor zehn Jahren. Die Studie basiert allerdings auf älteren Daten, die die jüngsten Preisrückgänge auf den Immobilienmärkten im Zuge der Finanzkrise noch nicht berücksichtigen.

Die Studie zeigt weiterhin auf, dass es in den letzten zehn Jahren für die durchschnittliche deutsche Familie erschwinglicher geworden ist, ein Eigenheim zu finanzieren. Mussten im Jahr 1996 noch 24 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens zur Deckung des Kapitaldienstes (der Summe aus Zins und Tilgungen, die zur Rückzahlung einer aufgenommenen Hypothek bezahlt werden müssen) verwendet werden, beläuft sich dieser Anteil heut nur noch auf 18 Prozent. Ursächlich für diese Entwicklung ist den Experten, die die Studie durchgeführt haben, zufolge, dass die Löhne und Gehälter in der Bundesrepublik deutlich stärker angestiegen sind als die Immobilienpreise.

Die langfristige Perspektive wird aktuell ergänzt durch sehr günstige Konditionen bei der Finanzierung. Durch den jüngsten Zinsschritt der EZB haben sich die Konditionen aus Sicht von Kreditnehmern abermals verbessert. Darlehen mit Laufzeiten von bis zu zehn Jahren sind nun für weniger als vier Prozent Zinsen im Jahr (effektiv) erhältlich, sofern der Beleihungsauslauf einen Wert von 60 Prozent nicht übersteigt.

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