Die Mischung macht´s

Der Weg in die eigenen vier Wände stellt „Häuslebauer“ vor große Hürden: Besonders in den ersten Jahren der Tilgung sind die finanziellen Belastungen durch die Immobilienfinanzierung sehr hoch. Experten raten deshalb dazu, alle zur Verfügung stehenden Hilfen zu nutzen und insbesondere alle staatlichen Förderungen in Anspruch zu nehmen. Zwar wurde die Eigenheimzulage vor einigen Jahren abgeschafft – nichtsdestotrotz stellt der Fiskus getreu dem Adenauer-Motto „Hausbesitzer zetteln keine Revolutionen an“ umfangreiche Hilfen zur Verfügung. Angefangen bei der Wohnungsbauprämie, die Beziehern kleiner und mittlerer Einkommen einen Zuschuss zu Einzahlungen in Bausparverträge gewährt, über die neue Eigenheimrente, die die Nutzung staatlich geförderter Altersvorsorgeverträge zum Erwerb selbstgenutzten Immobilieneigentums ermöglicht bis hin zu Darlehen der öffentlichen Hand, wie solchen der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Der „Wohn-Riester“ eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern: Neben der Grundzulage in Höhe von 154 Euro je Vertragsinhaber bekommen Eltern für jedes Kind zusätzlich 185 Euro im Jahr – wurde der Nachwuchs nach dem 31.12.07 geboren, zahlt der Fiskus sogar 300 Euro pro Kind. In Kombination mit den steuerlichen Vorteilen, die über die Veranlagung der Einzahlungen im Sonderausgabenabzug entstehen, kann sich die Gesamtförderung im Laufe der Zeit auf mehr als zehn Prozent der Investitionskosten belaufen.

KfW-Darlehensprogramme bieten für jeden Zweck eine Lösung: Im Wohneigentumsprogramm werden nachrangige Darlehen zur Verfügung gestellt, die dazu dienen können, teure Zinsaufschläge aufgrund eines Beleihungsauslaufs von mehr als 60 Prozent zu vermeiden. Wer ökologisch baut, kann in anderen Programmen in den Genuss von Niedrigzins-Darlehen kommen, da diese Kredite mit Mitteln des Bundeshaushaltes subventioniert werden.

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