KfW-Wohneigentumsprogramm: Zinsänderungen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die zu 20 Prozent im Besitz der Bundesländer und zu 80 Prozent im Besitz des Bundes ist, hat zum 01. Dezember die Konditionen im Wohneigentumsprogamm geringfügig verändert. Die Zinsen für ein Darlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren, das mit drei tilgungsfreien Anlaufjahren und einer Zinsbindung von 5 Jahren ausgestattet ist, belaufen sich nun auf 4,42 Prozent effektiv. Eine Zinsbindung über 10 Jahre ist für 4,75 Prozent effektiv erhältlich und eine Festschreibung des Zinses über 15 Jahre kostet 5,2 Prozent. Bei Darlehen mit einer Laufzeit von 35 Jahren fallen die Zinsen nur geringfügig anders aus: Eine fünfjährige Zinsbindung kostet 4,42 Prozent, 10 Jahre sind für 4,89 Prozent und 15 Jahre für 5,2 Prozent erhältlich. Die langfristigen Darlehen sind alle mit fünf tilgungsfreien Anlaufjahren ausgestattet.

Kredite aus dem Wohneigentumsprogramm können bis zu 30.000 Euro (maximal 100.000 Euro) der Investitionskosten abdecken. Das besondere an den Darlehen ist die Möglichkeit einer nachrangigen Eintragung ins Grundbuch, die nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Aus Sicht anderer an der Finanzierung beteiligter Banken stellen die Mittel aus dem Programm so einen Ersatz für Eigenkapital dar. Kreditnehmer können so Aufschläge auf die Hypothekenzinsen verhindern, die bei einem Beleihungsauslauf von mehr als sechzig Prozent sonst regelmäßig anfallen, wenn 10 Prozent der Investitionskosten aus eigener Tasche bezahlt werden können. Die KfW reicht die Darlehen über das Hausbankverfahren aus: Beantragt werden Kredite nicht direkt bei der Förderbank, sondern bei Banken und Sparkassen. Eine Kombination mit gewöhnlichen Hypotheken wird von vielen Kreditinstituten explizit angeboten.

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