Keine Veränderung beim Leitzins

In der Euro-Zone bleiben die Zinsen konstant – diese Entscheidung traf die Europäische Zentralbank auf einer Sitzung in Athen. Das momentane Zinsniveau soll auch weiterhin erhalten bleiben und nicht wie in den USA sinken. Grund für das Festhalten der EZB an einem Leitzins von 4 Prozent ist die im Moment relativ hohe Inflation. Mit einem Wert von über drei Prozent liegt sie deutlich über dem erklärten Ziel der Zentralbank. Diese strebt nach einer möglichst stabilen und konstanten Preisentwicklung. Alles über der 2-%-Marke ist nach Ansicht der obersten Währungshüter Gift für den Euro-Raum. Mit diesem Entschluss hat sich der EZB-Rat gegen einige Forderungen aus Politik und Wirtschaft entschieden, welche eine Zinssenkung wahrscheinlich eher begrüßt hätten.

Die schwächelnde Konjunktur bereitet der Europäischen Zentralbank also anscheinend weniger Sorgen als die hohe Teuerungsrate. Mit Blick auf die Entscheidung kann davon ausgegangen werden, dass bis zum Jahresende die Zinsen unverändert bleiben. Was sich im ersten Moment gerade für Kreditnehmer wie ein Signal für sichere Zinsen anhört, kann durchaus das Gegenteil bedeuten. Zum einen setzt die Inflation Banken und Kreditinstitute unter Druck, wie die letzte Anhebung der Darlehenszinsen nur zu deutlich gezeigt hat. Speziell kurz- oder mittelfristige Baufinanzierungen sind von dieser Entwicklung betroffen.

Und zum anderen sorgt die Finanzkrise weiter für eine schlechte Stimmung, da sich die Banken untereinander nur noch in einem eingeschränkten Rahmen Geld verleihen, was sich ebenfalls auf das Finanzierungsgeschäft negativ auswirkt. Wenn die Kreditinstitute selbst höhere Zinsen zahlen müssen, werden auch die Baufinanzierungskunden über kurz oder lang zur Kasse gebeten.

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