Energiesparhäuser zu weniger als vier Prozent finanzieren

Energieeffiziente Gebäude bringen einen doppelten Mehrwert: Neben den geringeren Kosten für Energie wird auch die Emission schädlicher Treibhausgase vermindert. Neubauten, die nach höchsten Standards in der Energietechnik errichtet werden, können zu sehr günstigen Konditionen finanziert werden. Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet mit ihrem Programm „Energiesparhaus 40“ eine Finanzierungsmöglichkeit, die aus Mitteln des Bundeshaushaltes subventioniert wird und dadurch mit einem sehr günstigen Zinssatz ausgestattet ist.

Wer ein energieeffizientes Gebäude errichtet, kann bis zu 50.000 Euro der Investitionskosten über das KfW-Darlehensprogramm finanzieren. Die Zinssätze sind dabei deutlich geringer als auf dem freien Markt: Für eine Finanzierung mit einer Laufzeit von 20 Jahren, die mit einer Zinsfestschreibung über 10 Jahre und drei tilgungsfreien Anlaufjahren ausgestattet ist, zahlen Kreditnehmer lediglich 3,91 Prozent Zinsen im Jahr (effektiv). Die Kredite werden über das Hausbankverfahren ausgereicht und in der Regel mit der zu finanzierenden Immobilie besichert.

Die Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, beziehen sich auf die Energieeffizienz des Gebäudes. Der Primärenergiebedarf des Objektes darf sich auf nicht mehr als 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter belaufen und der Transmissionswärmeverlust muss um mindestens 45 Prozent geringer ausfallen als der in der EnEV angegebene Höchstwert. Die Erfüllung der Voraussetzungen muss vorab durch das Gutachten eines zertifizierten Sachverständigen bestätigt werden.

Wer einen Neubau plant, sollte das KfW-Programm im Betracht ziehen. Es besteht die Möglichkeit, das Darlehen mit Mitteln aus anderen Programmen der Förderbank wie beispielsweise dem Wohneigentumsprogramm zu kombinieren. Im günstigsten Fall können so wesentliche Teile der Finanzierung über die KfW abgedeckt werden.

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