Wohn-Riester nun auf dem Markt

Jetzt ist es amtlich: Die Landesbausparkasse LBS vermeldet die Zertifizierung von Verträgen zur Eigenheimrente und wird in Kürze erste Produkte zur Verfügung stellen. Der „Wohn-Riester“ ermöglicht es Eigentümern künftig, staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge zur Tilgung eines Immobilienkredits zu nutzen. Dabei können sowohl die staatlichen Zulagen als auch die Einlagen in voller Höhe genutzt werden. Die Verträge werden fiktiv weitergeführt und müssen bis zum Beginn der Rentenphase, die bei Riester-Verträgen nicht vor dem 61. Lebensjahr beginnen darf, wieder mit den entnommenen Beträgen bestückt werden, wobei in der Entnahmephase der gesetzliche Garantiezins zugrunde gelegt wird.

Die Förderung kann sich durchaus lohnen und einen spürbaren Beitrag zur Finanzierung der eigenen vier Wände beitragen. Die Zulagen werden jedem gewährt, der vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in einen zertifizierten Vertrag einzahlt und setzen sich zusammen aus der Grundzulage in Höhe von 154 Euro jährlich sowie der Kinderzulage von 185 Euro pro Jahr und Sprössling. Die Einzahlungen in die Verträge können im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend gemacht werden und bieten damit Vertragsinhabern mit hohem Einkommen einen besonders großen Vorteil. Auch wer nicht erwerbstätig ist, aber dem Grunde nach der Rentenversicherungspflicht unterliegt, kann in den Genuss der Zulagen kommen: Erziehende oder Arbeitslose können durch die Einzahlung des Sockelbetrags von 60 Euro im Jahr den Anspruch auf alle Zulagen erwerben.

Im günstigsten Fall kann eine junge Familie mit Kindern und zwei guten Einkommen im Laufe der Finanzierung in der Summe aus Steuervorteilen und Zulagen mehr als 40.000 Euro vom Staat geschenkt bekommen.

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