Sanierung trotz Ölpreisrückgang vorteilhaft

In den zurückliegenden Jahren ist das Interesse von Eigentümern an Sanierungsmaßnahmen an ihren Objekten sprunghaft gestiegen. Grund für das zunehmende Engagement war dabei insbesondere der massive Anstieg der Preise für fossile Brennstoffe. In einem von Verknappungsängsten geprägten Umfeld zogen die Preise für Öl und Gas massiv an und führten zu einer signifikanten Zusatzbelastung der Haushalte. In den vergangenen Wochen und Monaten korrigierten die Preise deutlich, sodass viele Kalkulationen im Hinblick auf das Verhältnis von Kosten und Nutzen einer energieeffizienten Immobiliensanierung hinfällig geworden sind. Experten sind sich allerdings dennoch einig darüber, dass sich Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz nach wie vor lohnen – im ökologischen wie im ökonomischen Sinne.

Die Vorteilhaftigkeit baulicher Maßnahmen, die zu einer Reduktion des Primärenergiebedarfs eines Gebäudes führen, resultieren keineswegs ausschließlich aus der Preisblase an den Rohstoffmärkten. Die gesellschaftliche Debatte um einen schonenderen Umgang mit Ressourcen hat zu einem sehr günstigen Umfeld im Bereich der energetischen Sanierung geführt. Staatliche Förderprogramme, die mit günstigen Krediten und Zuschüssen die Finanzierung der Maßnahmen erleichtern, stehen in großem Umfang bereit. Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau beispielsweise vergibt günstige Finanzierungen für Modernisierungen. Weitere Programme werden von der Ethik- und der Umweltbank vergeben.

Der Boom der regenerativen Energien hat zu einem deutlichen technologischen Fortschritt geführt, sodass Modernisierungsmaßnahmen heute einen signifikant höheren Wirkungsgrad verzeichnen als noch vor zehn Jahren. Die Einsparungen fallen demnach auch bei nicht ganz so hohen Energiepreisen deutlich aus. Fazit: Sanierung unter dem Blickwinkel der Energieeffizienz lohnt sich in jedem Fall – nicht nur für den Klimaschutz.

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