Wohn-Riester: Im November geht es los!

Im November ist es soweit: Die neue Eigenheimrente wird nach Angaben der Bausparkassen die Zertifizierung durch den Gesetzgeber erhalten und als fertiges Produkt zur Verfügung stehen. In Zukunft können dann staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge zur Immobilienfinanzierung genutzt werden. Die Regelung greift dabei rückwirkend zum 01. Januar. Bis zum Jahr 2010 können Vertragsguthaben allerdings erst ab einem Volumen von 10.000 Euro entnommen werden.
Der Wohn-Riester ermöglicht Bauherren und Eigentümern, die Einzahlungen in ihre staatlich subventionierten Rentenversicherungen nebst den Zulagen zur Tilgung eines Immobilienkredites zu nutzen. Voraussetzung ist lediglich, dass das Objekt der Eigennutzung dient und nicht vermietet wird. Die Zuschüsse können sich dabei durchaus sehen lassen: Wer vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in einen zertifizierten Vertrag einzahlt (maximal 2.100 Euro abzüglich Zulagen pro Jahr) bekommt die volle Grundzulage in Höhe von 154 Euro im Jahr zugesprochen. Eltern profitieren zusätzlich von der Kinderzulage, die sich je Sprössling auf 185 Euro im Jahr beläuft.

Die Einzahlungen in Riester-Verträge können im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend gemacht werden, so dass sich die effektive Belastung gerade bei Angestellten mit hohem Einkommen in Grenzen hält. Wer nicht erwerbstätig ist, kann von den Zuschüssen dennoch profitieren: Die Einzahlung des Sockelbeitrages von 60 Euro im Jahr sichert den Zulagenanspruch.

Werden die Vertragsguthaben zum Zwecke der Immobilienfinanzierung entnommen, erfolgt eine fiktive Weiterführung der Rentenversicherungen, wobei die Einlagen mit dem gesetzlichen Garantiezins (derzeit 2 Prozent) verzinst werden. Bis zum Beginn der Auszahlungsphase sollten die entnommenen Mittel wieder in die Verträge zurückgeführt werden, da ansonsten aufgrund der nachgelagerten Besteuerung eine Steuerschuld gegenüber dem Fiskus entstehen kann.

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