Gefahr einer Insolvenz des Bauunternehmers nicht unterschätzen

Zahlreiche Bauherren gehen ihr Projekt „Eigenheim“ vergleichsweise blauäugig an, weil sie sich voll und ganz auf ihre Baupartner verlassen. Eine wirkliche Überraschung ist dies nicht, schließlich geht es um ein Projekt, das sehr komplex ist und daher umfassende Fachkenntnisse verlangt, über die die meisten Bauherren jedoch nicht verfügen. Aufgrund solch einer Situation wird ein großes Vertrauen in die Baupartner gesetzt, was jedoch schlimme Folgen haben kann.

Eines der Kernprobleme besteht darin, dass die Partner oftmals Fehler begehen, diese aber nicht zugeben wollen. Allerdings gibt es noch ein Risiko, das größer ist, nämlich die Insolvenz eines Baupartners. Besonders riskant ist solch eine Insolvenz, wenn sie das Bauunternehmen betrifft. In solch einem Fall drohen immens große Schwierigkeiten.

Ist der Bauunternehmer pleite, so kann er das Projekt im Regelfall nicht beenden. Für den Bauherren bedeutet dies, einen neuen Partner finden zu müssen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, denn oftmals haben andere Unternehmen kein sehr großes Interesse daran, die Arbeiten ihrer Vorgänger fortzusetzen. Der hiermit verbundene Aufwand ist enorm, zumal nicht gewiss ist, ob ein unmittelbares Fortsetzen der Arbeit überhaupt möglich ist.

Hinzu kommen weitere Risiken. Es kann beispielsweise sein, dass bereits Zahlungen an das von der Insolvenz betroffene Unternehmen geleistet wurden. Bauherren können nicht fest mit einer Rückzahlung rechnen – nicht selten ist das Geld verloren. Sollte ein Anspruch bestehen, dauert es meist viele Monate oder sogar Jahre, bis eine Auszahlung erfolgt. Leider ist es nicht immer leicht, solch einen Ausfall finanziell zu verkraften – womöglich gerät das gesamte Vorhaben aus finanzieller Sicht ins Wanken.

Daher kann allen angehenden Bauherren nur dazu geraten werden, sich ihre Baupartner sehr genau auszuwählen. Es genügt nicht, nur auf die Preise zu achten; wenigstens die technischen Fähigkeiten des Betriebs sind zu prüfen. Am besten wäre es, auch die finanzielle Situation des Unternehmens einem Check zu unterziehen, allerdings ist es hierbei ratsam, sich von einem Spezialisten beraten zu lassen. Ansonsten ist es umso wichtiger, mit den Zahlungen vorsichtig zu sein und niemals zu sehr in Vorkasse zu gehen, damit das Verlustrisiko überschaubar bleibt.

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