Bauherren müssen Eigenleistungen genauer einschätzen

Es gibt zahlreiche Bauherren, die auf ihrer eigenen Baustelle nicht tatenlos zusehen möchten, wie das Gebäude entsteht. Sie helfen aktiv mit, um somit einen eigenen Beitrag zu leisten und vor allem um Geld zu sparen. Die so genannte Muskelhypothek liegt ohnehin wieder im Trend. Für mehr und mehr Bauherren steht fest, dass sie auf der Baustelle mit anpacken möchten.

Hierdurch ist es möglich, bares Geld zu sparen – Beiträge im mittleren fünfstelligen Bereich sind durchaus zu erzielen. Allerdings erfordert dies auch einen intensiven Arbeitsaufwand, der sich meist über einen längeren Zeitraum erstreckt. Zugleich werden umfassende Kenntnisse in den einzelnen Aufgabenbereichen vorausgesetzt, wie beispielsweise dem Verlegen von Leistungen oder das Fliesen von Böden.

Für die meisten Bauherren, die Eigenleistungen erbringen möchten, steht fest, dass sie möglichst viel Geld sparen wollen. Allerdings überschätzen sie sich, ihre Fähigkeiten und vor allem den Arbeitsaufwand nur allzu oft. Als Folge kommt es am Ende anders, d.h. entweder verzögert sich die Fertigstellung um etliche Jahre oder es entstehen doch höhere Kosten, weil es Fachkräfte zu engagieren gilt, die zunächst aber nicht eingeplant wurden.

Genau darin besteht wiederum ein finanzielles Risiko. Wenn die Eigenleistungen doch nicht in solch einem Umfang erbracht werden können, wie zunächst kalkuliert wurde, entstehen Mehrkosten, die es entweder mit Eigenkapital oder Fremdkapital zu schließen gilt. Eigenkapital ist jedoch meist nicht vorhanden, sodass nur eine Nachfinanzierung bleibt – und die wird erfahrungsgemäß besonders teuer.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollten angehende Bauherren beim Festlegen ihrer Eigenleistungen nicht zu großzügig rechnen. Es ist immer gut, wenn Sicherheitsabschläge vorgenommen werden, damit das Risiko einer erforderlichen Nachfinanzierung gering bleibt.

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