Trotz Zinsanstieg: Keine Panik bei der Baufinanzierung

In den letzten Wochen haben die Zinssätze für Immobiliendarlehen wieder angezogen. Ein Blick auf die DGZF-Pfandbriefkurve bestätigt den konstanten Zinsanstieg, der sich bei den zehnjährigen Laufzeiten auf rund 0,3 Prozent beläuft.

In Anbetracht dieser Zinsentwicklung dürften sich einige potentielle Darlehensnehmer ärgern. Womöglich sind einige schon in Panik geraten, weil sie einen weiteren Anstieg der Hypothekenzinsen befürchten. Allerdings ist dies der falsche Weg: Weder Ärger noch Panik helfen in dieser Situation weiter. Stattdessen gilt es die Ruhe zu bewahren.

Zunächst einmal ist die Zinsentwicklung ein Beispiel dafür, dass es an den Zinsmärkten nicht immer bergab gehen kann. Schon vor Wochen warnten wir davor, auf einen anhaltenen Zinsrückgang zu spekulieren. Wer die Niedrigzinsen genutzt hat, darf sich nun freuen: Die Baufinanzierung wurde zu attraktiven Zinsen abgeschlossen.

Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass der Zinanstieg lange anhält. Ein Blick auf das wirtschaftliche Umfeld innerhalb Europas verheißt nichts Gutes: Die wirtschaftliche Situation soll sich den Prognosen zufolge wieder verschlechtern. Dementsprechend wird eine Senkung des Leitzinses immer wahrscheinlicher. Sofern es zur Zinssenkung kommt, dürfte der Anstieg der Bauzinsen zunächst einmal gestoppt sein.

Zumal nicht nur die Entwicklung an den Zinsmärkten eine wichtige Einflussgröße ist. Zahlreiche Banken haben mit niedrigen Margen gekämpft und teilweise auch deshalb ihre Hypothekenzinsen erhöht. Dementsprechend haben sich die Zinsunterschiede, die zwischen den einzelnen Geldinstituten bestehen, wieder vergrößert. Umso wichtiger ist es daher für potentielle Darlehensnehmer, bei der Finanzierung nichts zu überstürzen, sondern sich stattdessen auf die Suche nach attraktiven Finanzierungsangeboten zu begeben.

Letztlich können wir allen Interessenten nur dazu raten, sich am Markt genau umzusehen und Banken mit attraktiven Hypothekendarlehen zu suchen. Überhastete Finanzierungsabschlüsse sind nicht zu empfehlen: Allzu lange dürfte der Anstieg nicht anhalten, wobei sich jeder Interessent am Ende seine eigene Meinung zu diesem Thema bilden muss.

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