Günstige Zeiten für Bauherren/Wohn-Riester bringt Entlastung

Die Zeiten sind so günstig wie lange nicht mehr für Käufer und Bauherren: Das Zinsniveau in der Eurozone ist auf einem noch immer niedrigen Niveau und wird sich nach Einschätzung der meisten Experten in absehbarer Zeit auch nicht signifikant ändern. Darlehen mit einem Beleihungsauslauf von bis zu sechzig Prozent kosten bei guter Bonität und gesichertem Einkommen weniger als fünf Prozent im Jahr, wenn ein günstiger Anbieter gewählt wird. Auch der Staat hilft beim Einzug in die eigenen vier Wände wieder mit: Nachdem im Jahr 2006 die Eigenheimzulage eingestellt und die Förderung selbstgenutzten Immobilieneigentums auf die Wohnungsbauprämie reduziert wurde, steht nun mit der neuen Eigenheimrente wieder ein wirkungsvolles Finanzierungsinstrument zur Verfügung. Der „Wohn-Riester“ ermöglicht die Nutzung staatlich geförderter Altersvorsorgeverträge zum Erwerb von Immobilieneigentum. Neben den Einzahlungen können auch die staatlichen Zuschüsse in voller Höge zur Tilgung einer Hypothek verwendet werden.

Im Gegensatz zur Wohnungsbauprämie, die sich auf einen mehr symbolischen denn hilfreichen Betrag beschränkt, kann die Eigenheimrente insbesondere Familien dabei helfen, die Lasten der Immobilienfinanzierung zu bewältigen. Die Riester-Rente gewährt jedem Sparer, der mindestens vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in einen zertifizierten Vertrag einzahlt, die Grundzulage in Höhe von 154 Euro. Darüber hinaus zahlt der Fiskus für jedes Kind weitere 185 Euro – bei Nachwuchs, der erst in diesem Jahr zur Welt gekommen ist, erhöht sich der Kinderzuschlag sogar auf 300 Euro. Eine fünfköpfige Familie kann so im Laufe von zwei Dekaden Zuwendungen in fünfstelliger Höhe vereinnahmen und das angespannte Budget merklich entlasten.

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