Zinsen bald niedriger?

Die Hypothekenzinsen sind in den zurückliegenden Wochen leicht gesunken. Nach Angaben des führenden Finanzierungsvermittlers Interhyp in München sind Darlehen mit einem Beleihungsauslauf von bis zu sechzig Prozent bei gesichertem Einkommen und guter Bonität bereits für 4,52 Prozent nominal zu erhalten. Experten rechnen sogar damit, dass sich in den kommenden Monaten die Situation am Kreditmarkt aus Sicht der Bauherren weiter verbessern könnte: Die Mehrheit der befragten Volkswirte hält einer Umfrage zufolge eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank binnen der nächsten 12 Monate für wahrscheinlich. Grund für die optimistische Prognose ist die nachlassende Hausse an den Energiemärkten, die sich schon bald günstig auf die Preisentwicklung auswirken sollte.

Günstige Zinsen sind für den erfolgreichen Einzug in die eigenen vier Wände von maßgeblicher Bedeutung: Die Reduktion des Sollzinses von fünf auf vier Prozent bei einem Darlehen über 250.000 Euro mit einer Laufzeit von 25 Jahren und annuitätischer Tilgung erspart dem Bauherren 43.000 Euro Zinskosten. Ein Zinsschritt der Notenbank würde so vielen Bürgern den Erwerb einer Immobilie erst ermöglichen.

In Zeiten niedriger Zinsen empfehlen Experten allerdings, eine lange Zinsbindung zu vereinbaren, um die günstigen Konditionen lange in Anspruch nehmen zu können. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Erhöhung des Sollzinse Belastungen mit sich bringt, die aus dem laufenden Budget nur mühsam zu decken sind. Kreditnehmer können die zusätzlichen Belastungen, die eine Erhöhung des Zinses im laufenden Darlehen mit sich bringt, leicht anhand der Zinselastizität ermitteln und sich so einen Überblick darüber verschaffen, wie wichtig eine Zinsbindung ist.

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