Solarkürzung fällt drastischer aus als erwartet

Es war abzusehen, dass die Regierung bei der Solarförderung erneut einschreiten und den Rotstift zücken muss. Die Kosten der Förderung von Solarstrom sind zuletzt deutlich angestiegen – und ein Ende des Wachstums bei den Solaranlagen scheint nicht in Sicht zu sein.

Dennoch war es für viele Personen ein Schock, als zu Beginn dieser Woche bekannt gegeben wurde, dass die Regierung eine deutliche Kürzung der Solarförderung plant. Am Mittwoch ging man noch davon aus, die Kürzung werde erst ab April greifen. Doch mittlerweile steht fest, dass die Solarkürzung noch schneller kommt. Schon Anfang März soll sie greifen.

Für Personen, die demnächst Photovoltaikanlagen in Betrieb nehmen möchten, sind dies keine guten Nachrichten. Sollte die Kürzung für sie schon gelten, müssten sie einen deutlichen Abschlag in Kauf nehmen. Immerhin ist es so, dass sich die Kürzung je nach Erzeuger auf 20,2 bis 20,9 Prozent beläuft. Dies ist aber noch nicht alles: Je nach Art der Erzeugung sollen nur noch 85 bis 90 Prozent des Solarstroms für die Einspeisevergütung herangezogen werden. Den Restbetrag müssen die Erzeuger entweder selbst verbrauchen oder sich anderweitig vergüten lassen.

Viele Investoren, die bewusst auf große Solarkraftwerke setzen, dürften sich hierüber sehr ärgern – ebenso wie die Hersteller und Händler von Photovoltaikanlagen. Allerdings ist anzumerken, dass die Solarkürzung sehr vernünftig ist, schließlich können die Profite der Investoren nicht einfach auf die Stromkunden umgelegt werden – zumal die Förderung nicht automatisch die Existenz der Hersteller sichert.

Die wirklichen Leidtragenden der Kürzung sind in erster Linie die Bauherren. Sie nehmen hohe Darlehen zur Verwirklichung ihres Vorhabens auf und könnten die Einspeisevergütung am ehesten verbrauchen – zumal auf Wohnhäusern ohnehin vergleichsweise kleine Anlagen installiert werden. Dementsprechend gilt es sich nun eben zu beeilen oder sich eben damit abzufinden, dass später eine niedrigere Einspeisevergütung fließen wird.

Kommentare

  1. Tina Schmidt meint:

    Ich finde es total schade, dass wieder einmal an der Umwelt gespart wird. Ich finde Solarenergie eine super Sache. Doch wenn es sich finanziell kaum mehr lohnt, werden sich auch nicht mehr viele Menschen, bzw. Unternehmen Solaranlagen aufs Dach bauen lassen.

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