Steigende Zinsen verteuern Baufinanzierungen

Steigende Zinsen sind für einen großen Teil der Baufinanzierungskunden sicher ein Szenario, mit dem sich niemand gern beschäftigt. Trotz der negativen Auswirkungen, welche eine Anhebung der Kreditzinsen mit sich bringt, müssen sich zukünftige Eigenheimbesitzer langsam wieder an den Gedanken gewöhnen, dass die Kosten für einen Baukredit steigen. In den letzten Tagen ist es vermehrt zu einer Anhebung der Kreditzinsen gekommen. Selbst die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat ihre Konditionen an die neue Situation angepasst.

Schuld an dieser Entwicklung ist eine steigende Inflation, die mit einem Wert jenseits der 3%-Marke die Wirtschaft und den Kapitalmarkt in der Eurozone stark belastet. Zwar hat die Europäische Zentralbank eine Inflationsrate von 2% als Ziel – was allerdings nicht eingehalten werden konnte. Speziell im kurz- und mittelfristigen Bereich ist die Teuerung der Darlehen durchaus spürbar und dürfte sich auch auf den Bereich der Baufinanzierung auswirken. Besonders Eigenheimbesitzer, bei denen in nächster Zeit die Anschlussfinanzierung ansteht, sollten den Markt genau beobachten und nach Möglichkeit die Konditionen auf einem niedrigen Niveau fixieren.

Hierfür kommen zum Beispiel Forward-Darlehen oder eine Zins-Cap-Option in Frage. Durch die Festlegung der Zinsobergrenze kann das Risiko eines zu starken Zinsanstieges deutlich gesenkt werden, da ab dem Erreichen dieses Grenzwertes weitere Steigerungen keinen Einfluss mehr auf den Zinssatz des Darlehens haben. Langfristige Baufinanzierungen mit einer Laufzeit von 10 oder mehr Jahren sind dagegen in weitaus geringerem Umfang durch die Anhebung der Zinsen betroffen und können durchaus noch unter günstigen Bedingungen abgeschlossen werden. Mit dieser Entwicklung dürfte die Spekulation um niedrige Bauzinsen und eine Zinssenkung durch die EZB vorerst beendet sein.

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