Ein Darlehen, „das sich selbst zurückzahlt“ bietet derzeit der Finanzdienstleister Powerhyp an. Das Unternehmen verspricht auf seiner Website, dass durch aktive Verwaltung eines Fremdwährungsdarlehens die valutierende Kreditschuld jedes Jahr um ein bis zwei Prozent verringert werden kann, ohne dass eine entsprechende Leistung des Kreditnehmers erforderlich ist. Dieser muss lediglich die Zinsen zahlen, die aufgrund der Aufnahme des Engagements in einem anderen Währungsraum außerordentlich günstig sind.
Powerhyp will durch aktives und situativ bezogenes Umschichten des Darlehens von einer Währung in eine andere (zur Wahl stehen dabei insbesondere Yen, CHF und Euro) das Risiko des Währungskredites gering halten und darüber hinaus Gewinne erzielen. Zusätzlich – und hier findet sich das Novum auf dem deutschen Markt – werden Stillhaltergeschäfte abgeschlossen, mit denen jedes Jahr 1 bis 2 Prozent der Kreditsumme an Prämien generiert werden.
Sofern die Spekulation – um die es sich bei dem Unterfangen letztlich handelt – aufgeht, können Darlehensnehmer zu außergewöhnlich günstigen Konditionen in die eigenen vier Wände einziehen. Sofern die Optionsprämien eine ausreichende Tilgung ermöglichen und das Devisenmanagement Währungsverluste vermeidet bzw. sogar Gewinne durch die Umschichtungen erzielt, verbleiben lediglich die Zinsen als Belastung. Diese sind bei Fremdwährungskrediten naturgemäß deutlich geringer als es bei klassischen Finanzierungen der Fall ist: Powerhyp rechnt vor, dass ein Darlehen im Yen über 100.000 Euro, für dessen Andienung jeden Monat 500 Euro aufgewendet werden, im Vergleich zu einer klassischen Euro-Finanzierung fast 90.000 Euro weniger kostet.
Fazit: Risikoaffine Käufer können durch die Nutzung professioneller Finanzinstrumente eine außerordentlich günstige Finanzierung realisieren. Ohne die Bereitschaft zum Risiko allerdings verbieten sich derartige Konstruktionen.

