Wohn-Riester wirkt mit Verzögerung
In Kürze ist es soweit: Die Landesbausparkasse LBS wird eigenen Angaben zufolge den ersten Bausparvertrag auf den Markt bringen, der sich mit der jüngst vom Bundestag beschlossenen Eigenheimrente kombinieren lässt. In Zukunft können dann die staatlichen Zulagen dem Bausparguthaben zugeführt werden und auch die Einlagen direkt in den Vertrag erfolgen. Die Mittel können dann zur Finanzierung von Immobilieneigentum genutzt werden und so die Lasten reduzieren, die beim Einzug in die eigenen vier Wände zu bewältigen sind.
Bis sich der „Wohn-Riester“ tatsächlich auswirken und Familien den Erwerb der eigenen Behausung erleichtern wird, werden nach Einschätzung von Experten noch einige Jahre vergehen. Der Grund für die Verzögerung liegt in der bis 2010 geltenden Auflage durch den Gesetzgeber, dass nur Mittel entnommen werden dürfen, wenn sich das Vertragsguthaben auf mindestens 10.000 Euro beläuft. Da die Riester-Rente erst vor einigen Jahren eingeführt wurde und auch die staatlichen Zulagen erst seit diesem Jahr in voller Höhe ausgezahlt werden, erfüllen bislang nur sehr wenige Sparer die Anforderungen.
Die Riester-Rente wurde von der Bundesregierung eingeführt, um die drohende Versorgungslücke im Alter, die vielen Bürgern aufgrund der demographischen Entwicklung der Bundesrepublik bevorsteht, zu lindern. Der Staat fördert dabei alle Sparer, die vier Prozent ihres sozialversicherungspflichtigen Einkommens in einen zertifizierten Vertrag einzahlen, mit 154 Euro jährlich. Familien erhalten darüber hinaus für jedes kindergeldberechtigte Kind eine Zulage in Höhe von 185 Euro bzw. 300 Euro, wenn der Nachwuchs erst in diesem Jahr geboren wurde.
Erst ab dem Jahr 2011 ist Branchenkennern zufolge mit ersten Auswirkungen der neuen Regelung zu rechnen.


Discussion Area - Leave a Comment