Gebrauchte Immobilien stehen bei deutschen Verbrauchern hoch im Kurs. Nach Angaben der Landes Bausparkasse LBS war in den ersten sechs Monaten des Jahres ein deutlicher Anstieg bei der Vermittlung von Immobilien zu verzeichnen, während das Neubaugeschäft sich eher schleppend entwickelte. Grund für das stärkere Interesse an bestehenden Objekten sind nach Angaben des Unternehmens zum einen die oft günstigeren Preise sowie eine in vielen Fällen deutlich bessere Lage der oft in gewachsenen Stadtteilen befindlichen Gebrauchtobjekte.
Um in Zukunft das Geschäft mit Neubauten wiederzubeleben, bedarf es nach Einschätzung der Experten geeigneter Bauflächen, die preiswert und stadtnah zugleich sind und sich somit für Familien mit Kindern eignen. Inwieweit sich die Bautätigkeit des privaten Sektors in den kommenden Monaten wieder erholt, hängt nach Meinung von Branchenkennern zum einen von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und zum anderen von den Entwicklungen am Hypothekenmarkt und damit den Kosten einer Baufinanzierung ab. Die jüngst vom Gesetzgeber verabschiedete Eigenheimrente wird sich dagegen zunächst nur in sehr moderatem Umfang auswirken, da durch die Mindestentnahme von Vertragsguthaben in Höhe von 10000 Euro viele Sparer nicht die notwendigen Voraussetzungen erfüllen.
Konjunkturelle Schwächephasen sind nach Angaben der LBS tendenziell stimulierend für das Geschäft mit gebrauchten Objekten, da das vergrößerte Angebot zu günstigen Marktpreisen führt und damit Interessenten lockt, die bei einem Neubau deutlich mehr zahlen müssten. In Kombination mit günstigen Zinsen lässt sich der Einzug in die eigenen vier Wände dann zu besonders guten Konditionen realisieren.
Gebrauchtimmobilien im Aufwind
6. September 2008 Von Schreibe einen Kommentar
