EZB hält Leitzins konstant – Hypothekenzinsen könnten dennoch sinken

Die Europäische Zentralbank hat am gestrigen Tage den wichtigsten Zinssatz zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Liquidität auf seinem Niveau von 4,25 Prozent belassen und damit die Erwartungen der meisten Experten erfüllt. Die Konditionen für die Finanzierung von Immobilien werden damit aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Wochen nicht signifikant sinken. Auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten sehen Experten allerdings die Möglichkeit sinkender Zinsen, da die Notenbank angesichts der sich abschwächenden Konjunktur die Zinsen senken könnte, wenn sich die Inflation im Euroraum abschwächt.
Nachlassender Preisdruck ist dabei Voraussetzung für den aus Sicht angehender Eigenheimbesitzer wünschenswerten Schritt der EZB. Volkswirte erwarten in dieser Hinsicht eine positive Entwicklung, da sich die Hausse an den Energiemärkten dem Ende zuneigt und darüber hinaus eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung disinflationär wirkt.
In den vergangenen Wochen hatten sich an den Märkten für Immobilienfinanzierungen die Konditionen bereits leicht verbessert. Seit kurzem sind Darlehen mit einem Beleihungsauslauf von nicht mehr als sechzig Prozent wieder zu Sollzinsen von weniger als fünf Prozent erhältlich. Auch längere Zinsbindungen sind gegenwärtig außerordentlich günstig: Eine Fixierung der Konditionen für einen Zeitraum von zwanzig Jahren ist für einen Aufschlag von nur wenigen Basispunkten zu haben.
Wer entgegen den Prognosen der Experten mit steigenden Zinsen am Hypothekenmarkt rechnet, kann mit einem Forward Darlehen die gegenwärtigen Konditionen für die Zukunft sichern. Forwards fixieren in der Gegenwart die Zinsen eines in der Zukunft auszuzahlenden Darlehens und sind bei günstigen Anbietern zu sehr geringen Aufschlägen erhältlich.

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