Für den Großteil angehender Bauherren und Immobilienkäufer ist es selbstverständlich, Eigenkapital bei der Finanzierung ihres Vorhabens einzusetzen. Immerhin bringt der Einsatz von Eigenkapital gleich mehrere Vorteile mit sich. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass sich mit Eigenkapital der so genannte Beleihungsauslauf verbessern lässt, was sich wiederum positiv auf die Kreditentscheidung wie auch auf die Darlehenskonditionen auswirkt. Des Weiteren trägt die Einbringung von Eigenmitteln ebenso dazu bei, den Bedarf an Fremdkapital zu verringern, was sich gleich in mehrfacher Hinsicht positiv auswirkt – unter anderem wird hierdurch die monatliche Zinsbelastung verringert.
Im Zusammenhang mit dem Thema Eigenkapitaleinsatz stellt sich natürlich die Frage, innerhalb welchen Rahmens die eigenen Ersparnisse bei der Baufinanzierung eingesetzt werden sollen. Allerdings ist diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten, weil teilweise die unterschiedlichsten Meinungen vorherrschen und es auch stets auf die Ausgangssituation ankommt.
Die „Süddeutsche Zeitung“ hat gestern zu diesem Thema einen interessanten Artikel veröffentlich. Im besagten Artikel wird von Finanzierungsexperten dazu geraten, möglichst viel Eigenkapital einzusetzen. Wenn angehenden Bauherren und Käufern entsprechend viel Kapital zur Verfügung steht, sollten sie dieses auch einsetzen. Begründet wird der möglichst große Kapitaleinsatz vor allem mit der Sicherheit, die dieser mit sich bringt: Wer viel Eigenkapital einsetzt, benötigt ein geringeres Darlehen und geht somit eine weniger große Verbindlichkeit ein. Gleichzeitig wird im Artikel auch vorgerechnet, dass sich der Eigenkapitaleinsatz auch aus Anlegersicht lohnt: Wer der Meinung ist, mit seinem Ersparnissen an den Kapitalmärkten höhere Renditen zu erzielen, liegt möglicherweise falsch, insbesondere wenn er auf sichere Geldanlagen setzt. Folglich ist es besser, von spekulativen Anlagen abzusehen und stattdessen lieber ein niedrigeres Darlehen aufzunehmen.
