Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung weist im Bezug auf die richtige Baufinanzierung große Wissenslücken auf. Zu diesem Schluss kommt die Studie eines Finanzdienstleisters. Laut der Umfrage können zwar Viele mit den Begriffen Annuitäten-Darlehen oder Festzinskredit etwas anfangen, wissen aber häufig über Alternativen hierzu nicht Bescheid. So konnten lediglich rund 11% der Befragten den Begriff der Familienhypothek einordnen.
Ähnliches gilt für das Kombi-Darlehen. Bei Letzterem handelt es sich um eine Finanzierungsform, die genau genommen aus zwei Krediten besteht. Bei dem Ersten handelt es sich um einen normalen Baukredit mit einer Laufzeit über mehrere Jahre. Die zweite Finanzierung ist die eigentliche Besonderheit dieser Kreditform, denn es handelt sich hier um ein variables Darlehen, dessen Zins an den europäischen Geldmarktzins gebunden ist. Ein Vorteil dieses Kombi-Kredites ist die flexible Tilgung. Allerdings muss der Kreditnehmer bei einem Zinsanstieg mit einer Verteuerung des Darlehens rechnen. Die Familienhypothek ist besonders für Eltern mit mehreren Kindern interessant, da die Zinsen entsprechend der Größe einer Familie gesenkt werden. Beide Finanzierungsformen erweisen sich für den Neubau eines Eigenheims durchaus als nützlich.
Ein mangelhaftes Wissen im Rahmen der Baufinanzierung kann für den Kreditnehmer durchaus finanzielle Folgen haben, da ein Baudarlehen so nur unzureichend an die persönlichen Verhältnisse angepasst werden kann. Ihre Wissenslücke ist den meisten Baufinanzierungskunden nicht bewusst. Wenn in den Beratungsgesprächen wie so häufig nicht auf die verschiedenen Darlehensformen eingegangen, sondern nur auf die bekannten Standards verwiesen wird, bleiben auf diese Weise viele Möglichkeiten ungenutzt. Dabei zählt ein angemessenes Finanz-Grundwissen sicher zu den Voraussetzungen, um die Finanzierung der eigenen vier Wände sicher und langfristig planen zu können.
